Auftragsklärung Team-Mediation für Mediator- und BeraterInnen

Die Team-Mediation unterscheidet sich in einigen Punkten von der Paar-, Familien- oder Scheidungsmediation:
- Die Konfliktklärung in hierarchischen Teams ist Aufgabe der Führungskraft. Diese delegiert diese
Aufgabe während der Mediation lediglich an die Mediatoren.
- Die Delegation dieser Aufgabe setzt ein zu schaffendes Vertrauensverhältnis zwischen
der Führungskraft und den Mediatoren während der Beratung/Auftragsklärung voraus.
- Während der Auftragsklärung ist der Mediator gleichzeitig Berater, der klärt, welche
Maßnahme am hilfreichsten wäre, und Vertragspartner, der seine Bedingungen
hinsichtlich Raum, Zeit, Teilnehmer, Geld etc. stellt.
- Die Vorbereitung einer Team-Mediation setzt eine intensive Vorbereitung mit den Gegebenheiten
und eine Klärung diverser Fragen (s. Fragebogen zur Auftragsklärung) voraus.
Wichtige Punkte bei der Auftragsklärung und Planung
Wer ist die „richtige“ Person für Auftragsvergabe und Auftragsklärung?
Der richtige Ansprechpartner ist allein die hierarchisch höchste betroffene Führungskraft oder deren Vorgesetzte.
An ihn/sie geht die Rechnung, mit ihm/ihr wird die Auftragsklärung bearbeitet.
Wer sollte an der Mediation teilnehmen?
- alle Streitparteien
- alle Personen, die direkt und emotional davon betroffen sind und/oder zur Zusammenarbeit notwendig sind
- die Teilnahme an der Mediation ist für die Betroffenen obligatorisch und sollte während der Arbeitszeit stattfinden
Welchen Rahmen soll die Mediation haben?
Hier muss jeder Mediator für sich klären, zu welchen Rahmenbedingungen er arbeiten möchte. Zu
klärende Fragen sind u.a.:
- Raum – Größe, Ort, Ablenkungsgefahr, Essen etc.
- Zeitrahmen – grobe Faustregel: Pro Person 1-2 Zeitstunden, ab 4 Personen mind. ein halber Tag.
- Honorar – ist Verhandlungssache (z.B. Zeithonorar Tagessatz Profit-Org ab 1500,- Euro, Non-Profit-Org ab 500,- Euro, oder
Auftragspauschale je nach Kontext)
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