"Living Energy of Needs" – Gewaltfreie Kommunikation Vertiefungstraining
Leben wir in gefährlichen Zeiten? Eine kurze Geschichte der Gewalt
Interessanter Vortrag von Steven Pinker, der behauptet, „Alles was Sie gemeinhin über Gewalt zu wissen meinen, ist falsch!“. Seine These: Wir leben heute so sicher und gewaltarm wie noch nie in der Geschichte der Menschheit – was meint Ihr?
Die 7 Todsünden der Existenzgründung – Wer sie nicht kennt wird sie begehen!
Die 7 Todsünden der Existenzgründung - eine wirklich gut gemachte Seite mit hilfreichen Tipps, Checklisten und einer Menge an Downloads für den Start in die Selbständigkeit, aber auch die Zeit danach.
So machen z.B. auch wir noch regelmäßig einen Liquiditätsplan – gibt´s hier als kostenlose Excel-Datei.
Was täte man nur ohne das Internet?
2 Plätze frei geworden – Aufbaumodul Mediation auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation
In unserem Aufbaumodul Mediation auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation sind kurzfristig zwei Plätze frei geworden. Für das Aufbaumodul sind Vorkenntnisse in Gewaltfreier Kommunikation erforderlich (mind. 15 Tage Seminar).
Dauer: 15 Tage
Beginn: 19.-21. Oktober 2007
Eine Anerkennung durch den Bundesverband Mediation ist möglich.
MehrZurück aus Palästina… Lessons learned

Seit wenigen Tagen bin ich nun zurück aus Palästina und habe mich halbwegs wieder erholt – der wunderschöne Herbst ist dabei eine gute Hilfe, er hilft mir bei der Reflektion und dem Wiederauftanken.
Für mich gibt es einige Lektionen aus diesem und anderen Auslandstrainings, die vielleicht auch für andere TrainerInnen interessant sind:
- Trainings im Ausland sind (wesentlich) anstrengender
Je fremder die Kultur, desto mehr. Fremde Umgebung, unbekannte Sprache (verbal und nonverbal), neue soziale Regeln bis hin zum Essen – all dies kann je nach Verfassung leichten bis heftigen Stress verursachen. Eine gute Vorbereitung kann die Auswirkungen des Kulturschocks etwas lindern. Ich persönlich brauche eine Möglichkeit, mich zurückzuziehen; halbwegs gewohnte Verpflegung und Essenszeiten (wer einmal zwei Tage lang mit Magenkrämpfen und Durchfall ein Seminar geleitet hat, weiß was ich meine) – all dies läßt sich vorher mit den Organisatoren klären bzw. vor Ort meist ohne große Umstände anpassen. - Mentale Vorbereitung ist hilfreich
Ein Training in Gewaltfreier Kommunikation ist vor allen Dingen eine Arbeit mit und an mentalen Weltbildern. In Palästina waren wir oft konfrontiert mit BLAUEM religiös-dogmatischem Denken („Es steht in der Bibel“, „Gott hat uns gelehrt“). Es wäre auf subtile Weise gewalttätig, wenn wir nun daherkommen, und diese Weltsicht relativieren wollten. Auf der anderen Seite ist das Aufeinanderprallen der christlich bzw. islamistisch dogmatischen Denkweise ein ständiger Konfliktherd, der nur durch eine Erweiterung (nicht Auflösung) der Weltsicht hin zu einer gegenseitigen Anerkennung gelöst werden kann. Mit diesen Spannungsfeldern empathisch umzugehen kann man sich erleichtern z.B. durch Lektüre über die typischen Konfliktfelder, „innere Rollenspiele“ etc.. Als „mentale Landkarte“ für derartige Empathieübungen ist die Kombinantion von Gewaltfreier Kommunikation und Spiral Dynamics sehr hilfreich. - Trainings haben Breiten- oder Tiefenwirkung
Präsentationen und Trainings können entweder viele Menschen erreichen (Breitenwirkung) oder wenige Menschen auf tieferer Ebene transformieren (Tiefenwirkung). Tiefenwirkung braucht mehr Zeit, Breitenwirkung mehr Publikum. Beides ist wichtig und man muss für sich herausfinden, was einem lieber ist. Ich mag beides, wenn es gut vorbereitet ist. In Palästina hatten wir sehr viele Seminare und nur dadurch nur wenig Zeit für (relativ) wenige Teilnehmer (zwischen 6-25). D.h. die Breitenwirkung war gering, die Tiefenwirkung auch. Dies war auch bedingt durch die Vorgaben der Organisation, aber wir hätten dies durch klarere Kommunikation beeinflussen können. - Empathie geben oder Empathie lernen…
Natürlich sind die Herzen vieler Menschen in Palästina voller Schmerz und Leid – und sobald sie etwas Vertrauen gefasst haben, kommen die Geschichten. Einen Nachmittags haben wir mit Studenten anhand einer Videoaufnahme einer Demonstration gegen die „Sicherheitsmauer“ bei Bethlehem zu dem Thema „Gewaltfreiheit“ gearbeitet. Sofort kamen die Erzählungen, über die Unterdrückung, Gewalterfahrungen etc. So war unsere wichtigste Aufgabe im Seminar oft einfach nur empathisch zuzuhören.
Auf der anderen Seite glaube ich, dass es hilfreicher für die Menschen wäre, wenn sie lernen würden, sich untereinander empathisch (statt sympathisch) zuzuhören. Dieser Prozess läßt sich aber nicht umdrehen oder beschleunigen, Menschen in dieser Situation brauchen erst Empathie bevor sie etwas Neues dazu lernen können. - Die eigene Verzweiflung ernst nehmen und bearbeiten
Ich bin in Palästina recht schnell mit meiner eigenen Verzweiflung in Kontakt gekommen -über das was sich Menschen gegeneitig antun, über die scheinbare Ausweglosigkeit aus einem Teufelskreis von Gewalt und Rache, über die meiner Meinung nach unsägliche Rolle der Religionen in diesem Konflikt, aber auch über die Begrenztheit und Nichtigkeit meines eigenen Beitrags zur Veränderung.
Diese Verzweiflung nicht wegzuschieben, sondern ernst zu nehmen und konstruktiv zu bearbeiten habe ich erst im Laufe der Zeit gelernt. Der körperliche Schmerz und die Tränen, die dabei hochkommen haben etwas Reinigendes und Entlastendes, manchmal habe ich den Eindruck, ich weine dabei für viele Menschen in Palästina mit. Und das Schöne ist, unter diesen Tränen finde ich immer wieder meine Sehnsucht nach einem Sinn hinter all dem und in meinem Leben.
Herzliche Grüße
Markus Sikor
Internationales TrainerInnen Treffen Gewaltfreie Kommunikation 2008 in Estland
Merike Kahju (Estland) und Liv Larsson (Schweden), beide sehr engagierte CNVC-Trainerinnen, organisieren das erste weltweite Treffen von GFK-TrainerInnen in Estland.
Leider war die Planung recht kurzfristig, so dass wir da schon ein Seminar in unserem Kalender stehen haben – aber wir machen hier gerne Werbung dafür.
———- Invitation NVC Trainers‘ Assembly 2008 ——–
Dear all, me my friend and colleague Liv Larsson have reached to the point where we are happy to send out the invitation to NVC Trainers‘ Assembly 2008. Please forward this news to your local and regional etc NVC networks so we can come together, connect, grow, have fun and play!warmly in cooperation.
Date: April, 30th – May, vth 2008
Place: Spa Hotel Fra Mare in Haapsalu, near Talin (Estonian capital)
Price: sliding scale from 360 – 750 Euro
This includes one place in double room, three meals per day, tea breaks, free use of the swimming pools in the mornings, seminar rooms and organising costs.
Invitation PDF-Document
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Hilfreich für eine spaßvolle Teilnahme in diesem Kreis internationaler TrainerInnen sind natürlich halbwegs wasserdichte Englischkenntnisse. Daher hier noch schnell ein Tipp für zwei Lernprogramme, mit denen wir selbst unser Englisch auf Vordermann gebracht haben.
Assimill – arbeitet nach der höchst erfolgreichen Methode: Nix stur lernen, sondern in die Sprache eintauchen (assimillieren) (gerade für Anfänger und Mittelstufe sehr zu empfehlen).
Und die vielfach ausgezeichnete Sprachlernsoftware „Tell me more!“, die es gerade sehr günstig bei Zweitausendeins im Angebot gibt!
Beratung für Selbstständige mediafon – ver.di
Seit vielen Jahren lesen wir den Ver.di-Newsletter für Selbständige. Da „Selbständigkeit“ ein weites Feld ist, ist er naturgemäß recht umfangreich und behandelt auch Themen, die auf unsere Situation nicht immer zutreffen – dennoch möchten wir ihn nicht mehr missen, um im undurchdringlichen deutschen Gesetzesdschungel etwas Durchblick zu bewahren und über Neuerungen rechtzeitig informiert zu werden.
Nach dem Motto, man kann nicht alles wissen, aber man muss wissen, wo es steht…
mediafon – ver.di-Beratung für Selbstständige
Es gibt den Newsletter per Mail oder als RSS-Feed für den Blog-Reader (empfehlenswert, da manche Newsletter es heute kaum mehr durch den Spamfilter schaffen):
http://www.mediafon.net/rss_topnews.php
„Krieger des Herzens“ in Bethlehem…

In dem von Hoffnungslosigkeit und Erschwernissen geprägten Leben im besetzten Palästina braucht es wahre „Krieger des Herzens“*. Menschen, die genug innere Stärke, unbeugbaren Optimismus und tiefes Vertrauen besitzen um auf dem schier aussichtslosen Weg des gewaltlosen Wandels voranzugehen. Zwei dieser „Krieger des Herzens“ aus Bethlehem, Abid Al Fattah und Fuad Giacaman durften wir näher kennen lernen (auf dem Foto zusammen mit Isolde Teschner nach einem Workshop zur Gewaltfreien Kommunikation – daher die Wolfspuppen und -ohren):
Fuad Giacaman (rechts im Bild) ist Co-Gründer und Geschäftsführer des Arab Educational Institute (AEI). Seit 1986 bietet das AEI unter großen Schwierigkeiten und mit ebenso großem Engagement Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien ein breites Angebot an Kursen und Workshops – von Computer- und Englischkursen bis hin zu Diskussionsrunden zu Demokratie, Spiritualität und Glaube – sowie internationale Austausch- und Besuchsprogramme. Fuad spricht nicht nur gerne und oft über seine gewaltfreie Überzeugung („It´s not about peacemaking with our friends, it´s about peacemaking with our enemies“), er lebt diese Haltung täglich als mutmachendes Vorbild „seinen“ Jugendlichen vor. So organisiert das AEI kreative und gewaltfreie Aktionen um auf die Situation der Palästinenser aufmerksam zu machen. Beispielsweise eine Mal-Aktion an der von Israel erbauten „Sicherheitsmauer“ (Foto).
Abid Al Fattah (links) leitet das Al Rowwad Center, ein Bildungscenter für die Kinder und Jugend im „Aida-Camp“, ein Flüchtlingscamp in Bethlehem. In diesem Camp, dass wie ein viel zu eng gebautes Wohnviertel aussieht, leben 6000 Menschen teilweise seit 60 Jahren auf engstem Raum und mit völlig unzureichender Infrastruktur. Zwei Drittel der Bewohner sind unter 18 Jahren, es gibt weder Sport- noch Spielplätze, keinerlei Grünflächen oder Gärten von Ausbildungsplätzen und Jobs ganz abgesehen. 
Abid ist im Aida-Camp geboren, in seinem Geburtshaus ist heute die Dunkelkammer für das Fotografie-Projekt des Al Rowwad Center untergebracht. An vielen Stellen im Camp sind die Einschläge von Geschossen der Scharfschützen und Raketen zu sehen, Überbleibsel der israelischen Niederschlagung der Initifada. Auf die Frage, was ihn motiviert hat das Center zu gründen, meinte er „We needed to do something for our children, so we knew we would start this center – with or without money.“ („Wir mussten einfach etwas tun für unsere Kindern, so war klar, dass wir dieses Zentrum aufbauen würden – mit oder ohne Geld“)
*“Krieger des Herzens“ nannte der leider viel zu früh verstorbene Friedensaktivist Danaan Parry Menschen, die mutig und aktiv eine Haltung der Gewaltfreiheit, Ehrlichkeit und Lebendigkeit in die Welt bringen.
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