Netzwerken mit XING – Nutzerinterview mit Markus Sikor
Die Interviews bieten interessante Einblicke in die Netzwerktätigkeit der XING-Mitglieder und auch den einen oder anderen Tipp für das erfolgreiche Arbeiten mit XING.
Online-Test: Wie fair ist Ihr Unternehmen?
Die QETcert OHG aus Erlangen bietet unter www.wir-sind-fair.de einen kostenfreien Fairness Check für Mitarbeiter und Unternehmer an.
Wir sind fair! Die Kampagne für mehr Unternehmenskultur.
Nette Marketingidee – mal sehen, was dann daraus wird… wie wär´s wenn man das Ergebnis öffentlich einsehen und diskutieren könnte. Nicht um mit dem Zeigefinger auf die „schwarzen Schafe“ zu zeigen, sondern um einen positiven Veränderungsimpuls zu liefern und vor allem, um von fairen Unternehmen zu lernen, wie man Gewinne macht, die nicht auf Kosten des menschlichen Umgangs gehen.
MehrGewaltfreie Kommunikation in Palästina 2007
Marketing und Akquise für Mediation – wie man es sich einfacher machen kann.
Kirstin Nickelsen, Akquise-Fachfrau, Mediatorin und „Maschinistin“ aus Hamburg, hat hier eine interessante Diskussion zum Thema Mediation und Akquise angeregt, die auch für Konflikttrainer anregend ist.
Zusammengefasst bestätigen diese und ähnliche Diskussionen, was ich oft in unseren Mediationsausbildungen erzähle, nämlich…
- Es gibt nur wenige MediatorInnen, die (ausschließlich) von Mediation leben können. (Mediationsausbilder, die ihren Teilnehmern etwas anderes verkaufen, haben entweder keine Ahnung oder Schlimmeres…;o) Warum?
- Mediation ist zum Einen immer noch relativ unbekannt und zum Anderen, fürchte ich, ziemlich „unbeliebt“. Den Bekanntheitsgrad von Mediation kann man relativ leicht erhöhen, da hat sich in den letzten Jahren durch die Lobbyarbeit verschiedener Verbände viel getan. Aber…
- Mediation ist „unbeliebt“, weil jede Konfliktarbeit individuelle und kollektive „Schattenseiten“ ans Licht holt. Dabei werden tiefe Ängste berührt (Angst vor Ausschluss/Alleinsein, Kontaktabbruch, Liebesentzug etc.) was wiederum eine Vielzahl von „Widerstandsmechanismen“ hervorruft.
Ein tieferes Verständnis der „Kundenwelt“ ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Akquise!
Konflikte sind ein Tabuthema
Ich spreche hier nicht über die 10-20% der Bevölkerung (in Industriegesellschaften), für die Konflikte „eine positive Veränderungschance“ sind und zum „menschlichen Wachstum“ gehören – die kommen sowieso zu Euch in die Praxis bzw. ins Seminar. Ich spreche über die 80-90% der Bevölkerung, für die Konflikte schlicht tabu und angsteinflößend sind. Aus dieser Angst heraus werden Konflitthemen primär meist einfach verdrängt, solange bis es „kracht“ oder nicht mehr geht.
Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis, und dennoch versuchen manche Mediatoren, diese Tatsachen zu ignorieren und wundern sich, warum sie kein Geld mit ihrer Arbeit verdienen. Manche beschweren sich dann auch noch, „dass die Menschen den Wert ihrer Arbeit einfach nicht verstehen“.
Bei allem Respekt, aber wie egozentrisch kann man eigentlich sein? Eins habe ich gelernt: Wenn ein (potentieller) Klient den Wert meiner Arbeit nicht versteht, dann liegt das in 99,5% der Fälle nicht an der Intelligenz meines Gesprächspartners… ;o)
Statt uns über die Begriffsstutzigkeit unserer Kunden zu beschweren, würde ich vorschlagen, diese wirklich zu verstehen. Mit Verstehen meine ich, sich auf einer tieferen Ebene mit der Weltsicht Eurer Klienten und Kunden zu befassen, um herauszufinden, was die grundlegende Motivation für deren Verhalten ist.
Vereinfacht würde ich die Mainstream-Perspektive zu Konflikten so beschreiben:
„Konflikte hat man nicht, und wenn man sie hat, spricht man nicht darüber, und wenn man darüber spricht, dann nur Zuhause, in der Kneipe, beim Friseur oder beim Anwalt. Wer Konflikte hat und sie nicht selbst lösen kann, ist inkompetent, unfähig…“
Wer sich derart in die Weltsicht seiner Zielgruppe einfühlt und danach immer noch keine neuen Ideen für ein besseres Marketing oder eine erfolgreichere Akquise hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen – aber ein paar Tipps gibt´s trotzdem noch … ;o)
Grundsätzliche Tipps für die eigene Akquise
- Im Mediationsmarketing müssen die Vorteile und Nutzen für die Kunden beschrieben werden – und es sollte klar sein, warum der Begriff „Konfliktlösung“ aus Klientensicht meist keine nachvollziehbare Beschreibung des Nutzens, sondern ein Ausdruck der emotionalen Folterkammer ist. Also besser nicht über „Mediation als Konfliktlösungsverfahren“ sprechen, sondern über Mediation als Weg für „gelungene (Arbeits-)beziehungen“, „begeisternde Teamarbeit“, oder als Beitrag für „Das Wohl von Kindern während der Scheidung“, für einen „Schnellen Weg aus der Streitfalle“ etc.pp.
- Mediation ist ein „Beigeschäft“ und wird es wohl auch noch die nächsten Jahre noch bleiben. Soll heißen, Mediation verkauft sich (vor allem im Organisations- und Unternehmensbereich) praktisch ausschließlich „nebenbei“ (nach einem Seminar, einem Coaching, einem Vortrag) oder als 2. oder 3. Schritt in einer fortlaufenden Geschäftsbeziehung.
Es ist wesentlich erfolgversprechender, Mediation im Rahmen ein umfassenderen Organisationsberatung einzusetzen oder nach Abschluss eines erfolgreichen Kommunikations- oder Verhandlungstrainings anzubieten. - Mediation ist noch mehr als andere Beratungsformen ein „Vertrauensgeschäft“. Ohne eine persönliche Vertrauensbasis zwischen Auftraggeber und Mediator läuft gar nichts. Macht es Euren Kunden also so einfach wie möglich, Eure Arbeit persönlich kennenzulernen. Vorträge, Live-Demos und Fime (Wie wär´s mit einer Präsentation in YouTube?) ,Interviews, Netzwerken und Beiträge in Online-Foren , eine informative Homepage und, wie gesagt, vor allem Seminare sind dafür besonders geeignet.
- Akquiriert Mediationen auch da, wo ihr schon aktiv seid und Zugang habt, oder gar schon angefragt werdet, auch wenn dies nicht Eure Lieblingszielgruppe ist – z.B. in der Schule, im Kindergarten, im Verein, im eigenen Berufsverband – eben überall da, wo die Menschen schon Vertrauen zu Euch haben. Gute Erfahrungen sprechen sich herum und ihr werdet weiter empfohlen.
- Wenn Ihr ausreichend Mediationserfahrung habt, bietet Konflikttrainings oder auch Ausbildungen für Mediation an. Manchmal höre ich Aussagen wie „Mediationsausbilder bilden arbeitslose Mediatoren“ aus. Ist dies Frust unausgelasteter Trainer oder nur Unwissenheit über den gesellschaftlichen Nutzen von mediativ ausgebildeten Lehrern, Führungskräften, Erzieherinnen, Eltern etc.pp.? Meiner Meinung nach kann es in der heutigen Welt nicht genug Mediatoren geben, die in der Lage sind, transformativ mit Konflikten umzugehen.
In diesem Sinne viel Erfolg wünscht
Markus Sikor
Tag der offene Tür – Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation München
Bevor ich gleich ins Seminar verschwinde, hier noch schnell der Hinweis auf den Tag der offenen Tür des Netzwerks Gewaltfreie Kommunikation München e.V.
Eine schöne Möglichkeit zum einfachen Kennenlernen, Austausch und, natürlich Netzwerken… Wir werden am frühen Nachmittag dort sein und u.a. das Palästina-Projekt des Netzwerks vorstellen.
Samstag, 17.11. von 11.00 bis ca. 21.30 Uhr
Ort: Gemeindesaal der Ev.-luth. Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 55, 80796 München
Google Maps
Erfolgreiches Netzwerken leicht gemacht
Erfolgreiches Netzwerken kann so einfach sein… hier eine kleine aktuelle „Erfolgsstory“…
In meinem Xing-Profil habe ich unter der Rubrik „Ich suche…“ unter anderem einen Bio-Lieferservice aufgeführt, weil ich Einkaufen ehrlich gesagt nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zähle. Gestern hat nun ein großzügiges Mitglied der Xing-Gruppe Landsberg in der Mitgliederliste gestöbert, mein Profil mit der Suchanfrage gelesen und mir die Adresse seines Bio-Lieferservice gemailt.
So weit, so hilfreich – aber es kommt noch viel besser. Selbiger Landsmann war wohl noch auf meinem Xing-Profil unterwegs, fand dies ansprechend und hat mich so kurzerhand zum „Landsberger Unternehmerfrühstück“ eingeladen, um unsere Arbeit dort vorzustellen. Abgesehen davon, dass besagtes Frühstück grausam früh beginnt (7.00 Uhr), bin ich natürlich dankbar für diese Möglichkeit und vor allem begeistert über diesen Ausdruck eines lebendigen Online-Netzwerks, wo „virtuelle“ zu „realen“ Kontakten werden.
Was lernen wir daraus für´s Netzwerken? Bio-Lieferservice-Suche bringt eine Einladung zum Unternehmerfrühstück ;o) Dies ist offensichtlich absurd und zeigt, dass man derartige Erfolge nicht planen kann (wenn man es versuchen würde, ginge es wahrscheinlich daneben, weil es dann zu „gewollt“ wird). Aber, um es mal so auszudrücken, man kann es dem Universum etwas erleichtern ;o) z.B. durch aktives Netzwerken in Portalen wie Xing u.ä.
Die Funktionen dafür bei Xing sind mächtiger als man auf den ersten Blick sieht – aber auch etwas komplex. Als wirklich hervorragende Hilfe dafür kann ich hier die Dienste Joachim Rumohr empfehlen, der an sich schon eine eigene Xing-Erfolgsgeschichte darstellt, da er sich mit seinen fundierten Tipps rund um Xing selbständig gemacht hat.
Hier sein Blog, abonnieren lohnt sich! Joachim Rumohr – Der NetworkingCoach
Wer Xing mit seinen Funktionen kennelernen möchte, hier mein Einladungslink.
MehrPartnerschaftliche Organisationsentwicklung Soziokratie/Holacracy-Tour in Deutschland!
Hier der Link zu den Soziokratie-Vorträgen in mehreren deutschen Städten. Nicht verwirren lassen, die „integrale Szene“ hat die Soziokratie gemäß ihren Überlegungen in „Holacracy“ umbenannt (nach der Bezeichnung „Holarchie“, was „gesunde, natürliche Hierarchien“ meint) – macht die Sache nicht unbedingt verständlicher, oder?
fundamental integral: Holacracy-Tour in Deutschland!
MehrBildungs- und Friedensarbeit in Palästina
Fuad Giacaman, Direktor des Arab Educational Institute in Betlehem berichtet am 14.11. in Augsburg (im Anahof) über seine Bildungs- und Friedensarbeit in Palästina.
Fuad war unser Gastgeber während unserer GFK-Einführung in Betlehem im Herbst dieses Jahres. Wer sich für die Entwicklung des Friedens- bzw. Besetzungsprozesses in Palästina interessiert, den erwartet sicher ein interessanter und kurzweiliger Vortrag (in Englisch, ich vermute mal es gibt eine Übersetzung).
MehrSind Selbständige glücklicher?
Neulich schrieb mir eine Trainerkollegin, dass sie immer noch „90% der Seminare eigentlich nur für´s Geld gebe.“ Das hat mich ein bisschen schockiert. Wenn selbst Selbständige ihr Selbst so verbiegen müssen für´s Brötchenverdienen – wie mag es dann erst bei Angestellten aussehen?
Die brand-eins Ausgabe zum Thema „Selbständigkeit“ berichtet wenig Erquickliches – angeblich sind nur 12% der Angestellten mit ihrem Beruf zufrieden. Einen interessanten Artikel dazu hat mir auch gerade Thomas Stelling gemailt zu seinem Projekt „Wunscharbeit“.
Selbständig oder angestellt – was macht also nun glücklicher oder auch „nur“ zufriedener?
Was meinen Sie? Ich freue mich über Kommentare!
Was ich meine?
Sie werden weder als Selbständige/r noch als Angestellte/r glücklich oder zufrieden werden, wenn Sie ständig an ihren wesentlichen Bedürfnissen „vorbeiarbeiten“. Oder anders gesagt: Selbständigkeit / Angestelltendasein sind auch nur Strategien, um Ihre Bedürfnisse zu erfüllen, die nicht per se besser oder schlechter sind.
Die Arbeitsstelle zu wechseln oder eine Selbständigkeit aufzubauen erfordert weitreichende Entscheidungen, die wohlüberlegt (und „wohlgefühlt“) getroffen werden wollen -und bei denen Berater wie Thomas Stelling Sie unterstützen können.
In der heutigen Zeit ist ja vieles, aber eben nicht alles möglich (auch wenn Flachland-Bücher wie „The Secret“ Ihnen gern anderes verkaufen wollen – versuchen Sie doch einfach mal, sich mit 65 Jahren als Pilot bei der Lufthansa zu bewerben, soviel zum Thema „sich seine Realität selbst erschaffen“).
Sicher ist, Sie können ihren Lebensunterhalt vielfältig erwirtschaften. Die moderne, individualisierte Wirtschaft bietet ja vor allem Eines: Unglaublich viele Nischen für unglaublich viele Angebote – oder hätten Sie gedacht, dass man mit einem Koifutter-Versand in Deutschland Geld verdienen kann? (Hier der Beweis - by the way, Kois sind diese weiss-rot-beklecksten Fische aus Japan, die viel Geld kosten und die man nicht essen kann).
Der Markt für Seminare und Trainings ist so vielfältig, dass es am Einfachsten scheint, das zu tun, was alle tun. Auch wenn ich mir damit wenig Freunde mache, so habe ich den Eindruck, dass der Großteil der TrainerInnen einfach Seminare von der Stange anbietet, angelesenes Wissen (oder anstudiert, klingt dann nur besser), angepasst an die „Bedürfnisse“ des Kunden (d.h. heißt meistens: Ändere meine Mitarbeiter, damit sie besser/schneller/unkomplizierter funktionieren). Was meist schmerzlich fehlt ist ein Bild vom „größeren Ganzen“, von einer Entwicklung zum Besseren, ein Anspruch an Menschlichkeit und Spiritualität – von der persönlichen Reife und Entwicklung mal ganz abgesehen.
Auf der anderen Seite gibt es TrainerInnen, die den Kunden „alle Wahrheiten sagen können“, kein Blatt vor den Mund nehmen – und dafür auch noch (teils absurd hohe) Honorare bezahlt bekommen. Reinhard Sprenger, Autor u.a. von „Vertrauen führt“, ist dafür nur ein Beispiel.
Ich möchte TrainerInnen Mut machen, denen es ähnlich geht wie meiner Eingangs erwähnten Kollegin. Es geht auch anders und vor allem besser! Werden Sie, um das Bild zu strapazieren, lieber ein Koi-Verkäufer als ein Aldi-Angestellter. Seien Sie „unangepasst“, „herausfordernd“, „unkonventionell“ – all das lieben moderne, progressive Unternehmen (zumindest wenn man ihre Stellenanzeigen liest ;o)
Und wenn Sie die Arbeit für Unternehmen satt haben, dann bieten Sie doch ihre Fähigkeiten und Visionen auf dem „freien Markt“ an – es gibt über 40.000.000 (40 Millionen!) sinn- und bildungssuchende Erwachsene in Deutschland (zwischen 25 und 65 Jahre alt) -wie viele zahlende TeilnehmerInnen brauchen Sie denn pro Jahr?
Markus Sikor
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