Februar, 2008

Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann – Teil II

In Integrales Konfliktverständnis Teil I habe ich am Beispiel „Jugendgewalt“ dargestellt wie eine integrale Sichtweise auf dieses komplexe Problem angewendet werden kann. Die Einbeziehung der vier Perspektiven „Individuell/Kollektiv“ und „Subjektiv/Objektiv“ (in der integralen Theorie auch Vier Quadranten genannt) hilft dabei, wesentliche Konflikt- und Lösungsaspekte zu berücksichtigen bzw. vermeidet es, Teilwahrheiten überzubewerten.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Integralen Theorie, und Thema dieses zweiten Teils, ist die Betrachtung von Wachstum und Entwicklung in einer gesunden, natürlichen Abfolge (Hierarchie der Entwicklungsstufen).

Menschen entwickeln sich…

Menschen entwickeln sich, individuell und kollektiv, innerlich und äußerlich (4 Quadranten). Aber, und das ist entscheidend, Menschen entwickeln sich anscheinend nicht beliebig, sondern es gibt so etwas wie grundlegende, stabile und universelle Wachstumsstrukturen. Zahlreiche ForscherInnen untersuchten die Frage „Wie entstehen menschliche Fähigkeiten wie z.B. Wahrnehmung, Moral, Emotionale Intelligenz, Ich-Struktur?“ etc.. Dabei haben sie kulturübergreifende Muster festgestellt, (s. auch Lernstufen der Gewaltfreien Kommunikation), die man für ein integrales, d.h. möglichst umfassendes Verständnis von Konflikten berücksichtigen sollte.

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Aufrichtigkeit und Empathie in mein Leben integrieren – Ausbildungsgruppe Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg

Die Anmeldung für die Ausbildungsgruppe Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenbeg „Aufrichtigkeit und Empathie in mein Leben integrieren“ ist ab sofort möglich.

Die Ausbildung richtet sich an alle, die sich vertieft mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigen und die damit verbundene Haltung in ihr Leben integrieren möchten.

Unser Ansatz ist es, mit der Gewaltfreien Kommunikation eine authentische, bedürfnisorientierte Kommunikation zu vermitteln. Gewaltfreie Kommunikation heißt, Kontakt zu seinen Gefühlen und Bedürfnissen zu finden und aus dieser Haltung heraus kraftvoll und klar zu kommunizieren. Das bedeutet, ehrlich statt „nett“ zu sein oder „richtig gewaltfrei“ zu sprechen, sondern aufrichtig zu sein im Selbstausdruck und offen für empathischen Kontakt und Klärung.

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Gewaltfreie Kommunikation bei XING

Über meine positiven Netzwerkerfahrungen mit XING habe ich schon öfter berichtet: Neben den mittlerweile 119 aktiven Kontakten, über die ich mich freue (ich nehme nur Kontakte auf, mit denen ich auch einen persönlichen Bezug per Email oder Telefon hergestellt habe), den durchschnittlich 80-100 Profilaufrufen pro Woche (2300 Aufrufe seit April 2007), einer Einladung als Blog-Autor, vielen anregenden und angenehmen Kontakten und sogar einem Asiatischen Kochkurs mit der „Ammersee-Gruppe“ (da hab ich echt noch was gelernt!) – also, neben all dem begeistert mich im Moment vor allem das enorme Wachstum und die rege Aktivität der XING-Gruppe Gewaltfreie Kommunikation

An dieser Stelle möchte ich auch mal ein herzliches „Dankeschön!“ loswerden an Jürgen Engel und Stephan Rey, die die „XING-Giraffengruppe“ ins Leben gerufen und mit viel Engagement betreut haben. Und natürlich auch mein Dank für die Einladung ins Moderationsteam – ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit!

Jürgen und Stephan haben sechs weitere KollegInnen in das Moderationsteam eingeladen – auch angeregt dadurch,

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Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen – Ingrid Holler, München

Mit der Interviewserie „Aus dem Nähkästchen erfolgreicher TrainerInnen“ möchten wir Neulingen im Trainingsgeschäft handfeste und praxisrelevante Tipps geben für Marketing, Akquise und Selbstmanagement.

ingrid.jpgWir freuen uns sehr, für das erste Interview Ingrid Holler aus München gewonnen zu haben, die seit 1986 mit ihrer Firma Ingrid Holler & Team am Markt ist.

Welchen Grundberuf oder Erstausbildung hast du?
…Studienrätin (Englisch/Deutsch)

Welche Fortbildungen hast du speziell für Deine Trainertätigkeit absolviert?
…Didaktik+ganzheitliche Lernmethoden (Suggestopädie), Rhetorik/Präsentation+SoftSkills, Kommunikation, Mediation, Trainerin in Industrie und Wirtschaft, Improtheater, Gewaltfreie Kommunikation, u.v.m.

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Grundlegende Glaubenssätze transformieren

Es ist immer ein unglaubliches Geschenk, wenn Menschen in den Seminaren „ihre Seele öffnen“ und wir gemeinsam die „Wolfswelt“ ihrer Gedanken erforschen, den oft sehr schmerzlichen Gefühle Raum geben und langsam Kontakt mit den dahinterliegenden Bedürfnissen und der darin verborgenen Schönheit finden. Ich bin nach einer solchen Arbeit innerlich genauso erfüllt wie die TeilnehmerInnen.

Ein Thema, dass wir in unseren Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation einbringen, ist die Arbeit mit grundlegenden Glaubenssätzen – also Überzeugungen, die ich über mich und/oder die Welt habe und die eine tief verwurzelte „Brille“ oder den Kontext für meine Erfahrungen bilden.

Häufige Grundüberzeugungen sind z.B.:

- Ich bin nicht sicher (auf dieser Welt, mit meinem/r Partner/in etc.)
- Für mich ist nicht gesorgt.
- Ich werde nur geliebt, wenn… (ich lieb bin, etwas tue, leiste etc.)
- Wenn ich bin, wie ich bin, werde ich ausgestoßen, bin ich alleine etc.
- Es gibt nicht genug auf dieser Welt.
- Ich muss immer kämpfen.

und einige mehr – es gibt von vielen Sätzen individuelle Abwandlungen, die wir alle, mich eingeschlossen, mit uns herumschleppen. Da wir diese Sätze nicht „bewusst denken“ (die damit verbundenen Schmerzen würden uns handlungsunfähig machen), sie aber wirken, d.h. unsere unbewussten Reaktionen steuern, bilden sie so etwas wie den Nährboden für Konfliktmuster oder immer wiederkehrende schmerzhafte Erfahrungen, die wir im Leben machen.

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Blog-Verwirrung durch Umstellung auf WordPress

Es sind wohl nach unserem Umzug von „Blogger“ (Google) nach „WordPress“ (open source) ein paar Beiträge (z.B. unser Sylvester-Beitrag „Sweet Darkness“) durch die Bearbeitung von Bildern, Links usw. als „neu“ erschienen – und damit auch „ausgeliefert“ worden.

Etwaige Verwirrungen und Belästigungen durch unnötige Mails dadurch bedaure ich sehr – die Umstellung des Blog-Systems war doch komplexer und schwieriger als ich das gedacht hatte und ich blicke ehrlich gesagt auch noch nicht 100% durch wie die schöne neue WordPress-Technik im Detail funktioniert.

Falls Ihr aber jemals über einen eigenen Blog nachdenkt, würde ich auf jeden Fall WordPress empfehlen – die Möglichkeiten und der Support durch eine große „Fangemeinde“ sind erheblich besser als bei Google/Blogger. Es gibt bei WordPress grundsätzlich zwei Möglichkeiten, entweder die Software bei WordPress selbst laufen zu lassen (dann hat man eine Blogadresse wie www.meinblog.wordpress.com) oder sich die Blogsoftware runterzuladen und auf dem eigenen Provider einzurichten (dann kann man einen freien Namen wählen wie www.meinblog.de). Die Selbsteinrichtung ist gut organisiert („5-Minuten-Installation“) und hat auch gut geklappt. Grundkenntnisse im Umgang (FTP Upload, Chmod von Dateien etc.) sind aber notwendig. Ein späterer Umstieg von der ersten auf die zweite Variante ist ohne Probleme möglich.

Die Möglichkeiten bei der Einrichtung auf dem eigenen Provider sind erheblich besser, allerdings muss man dann auch Upgrades etc. selbst installieren (was durch den deutschsprachigen WordPress-Support recht einfach ist). Der Nachteil bei WordPress ist wohl „open source“ bedingt. Da viele Leute an dieser Software mitarbeiten und kleine, oft sehr nützliche Programme („plugins“) dafür schreiben, war ich zu Beginn von der Fülle des Angebots schier erschlagen. Es gingen viele Stunden drauf mit Ausprobieren, Verwerfen, Suchen etc.

Ich hoffe, dass nun die weitere Arbeit mit dem Blog wieder reibungslos(er) läuft und wünsche allen einen schönen Tag! :-)

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Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann

„Integrale Theorie“ klingt furchtbar trocken und langweilig. Manche meiner Gesprächspartner überfällt eine plötzliche tiefe Erschöpfung sobald sie das Wort „Theorie“ hören – ich versuche es dann nicht persönlich zu nehmen ;-) Vielleicht kann ich meine Begeisterung für die integrale Perspektive, die der Philosoph Ken Wilber und andere seit den 70er Jahren entwickeln, so in Worte fassen:

Die integrale Sichtweise berührt gleichermaßen mein fühlendes Herz, meine mystische Seele und meinen analytischen Verstand – und das mag ich! Ich fühle mich „endlich angekommen“ mit diesem Denkrahmen, der alle Teile von mir ernst nimmt und „sein läßt“, seien sie magisch, kindlich, rational, als soziales Wesen wie als Individuum, den fühlenden, denkenden und den sich selbst beobachtenden „Markus“. Darüber hinaus gibt mir die integrale Philosophie einen Kontext, um meine Erfahrungen mit Menschen, die ich kaum anders als „spirituell“ nennen kann, in Einklang zu bringen mit Rationalität und Wissenschaft – ohne das eine auf das andere zu reduzieren oder zu verabsolutieren.

Integrale Perspektiven auf Konflikte – am Beispiel „Jugendgewalt“

Zunächst einmal ist wichtig zu sehen, dass die integrale Theorie an sich inhaltsleer ist – sie bietet keine neuen Daten (Inhalte), sondern einen neuen Rahmen, um die vorhandenen Daten besser einordnen und verstehen zu können. Das ist durchaus ähnlich wie das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation, die einem auch keine „neuen Gefühle“ (Daten) bietet, sondern ein neues Konzept wie diese Gefühle zu interpretieren sind (als Ausdruck von Bedürfnissen).

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