Persönlichkeitsentwicklung

Meine Bedürfnisse sind zweitranging…

Die Schönheit der Bedürfnisse – die Arbeit mit Glaubenssätzen in der Gewaltfreien Kommunikation

In diesem kurzen Video kann man einen Einblick in die Arbeit der Gewaltfreien Kommunikation mit Glaubenssätzen gewinnen. Es ist schön zu beobachten, wie die empathische Begleitung (durch Robert Gonzales) der Klientin immer tiefere Einblicke vermittelt, woher ihre einschränkende Überzeugungen kommen, wie sie sich durch die bewusste Betrachtung davon distanzieren kann und die Bedürfnisse dahinter wieder spüren kann. Meiner Erfahrung nach ist die enschränkende Wirkung von Glaubenssätzen dadurch nicht sofort verschwunden, aber wenn diese bewusste Betrachtung ein paar Mal geschieht, lockert sich das behindernde Verhaltensmuster mit der Zeit und es entsteht eine neue, innere Freiheit und die Fähigkeit, die eigenen Bedürfnisse besser zu spüren und zu erfüllen. Diese spürbare, lebendige Qualität nennt Robert Gonzales die „Schönheit der Bedürfnisse“.

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Neue Ausbildungen Gewaltfreie Kommunikation und Empathische Mediation

Die neuen Ausbildungskurse Gewaltfreie Kommunikation und die Empathische Mediation sind online.

Übrigens: In der gerade begonnen Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation ist der Einstieg mit geringen Vorkenntnissen noch bis 28. Juli möglich!

Basis-Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation, Start 10.-13.2.2011

Basis-GFK Biburg 2011

Ausbildung / Aufbaumodul Empathische Mediation, Start 31.3. – 3.4.2011

Empathische Mediation 2011

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Grenzen des Coaching

In diesem Video von Hans-Peter Zimmermann beantwortet Theresa Wörndl, Fachärztin für Psychosomatik, einige Fragen, die auch Coaches und BeraterInnen interessieren dürften:

- Wann darf ich als medizinisch nicht ausgebildeter Berater Klienten helfen?

- Bei welchen psychischen Erkrankungen ist ein Arzt notwendig?

- Lassen sich spirituelle Erfahrungen von psychischen Erkrankungen unterscheiden?

- Welche Rolle spielt die Sinnfrage bzw. Spiritualität in einer Beratung?

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Mitgefühl als verbindende Kraft – THE CHARTER FOR COMPASSION

Die Charter for Compassion entstand auf Initiative der TED-Preisgewinnerin und renommierten Religionswisssenschaftlerin Karen Armstrong.

Hier die Preis-Rede von Karen Armstrong bei TED über die zentrale Rolle von Mitgefühl in allen Weltreligionen.

 

Eine wesentliche Basis für das menschliche Mitgefühl ist seit einigen Jahren auch wissenschaftlich nachgewiesen, die sog. Spiegelneuronen. Der Freiburger Professors Joachim Bauer weist in seinen Büchern auf die zentrale Rolle von Beziehungen für die Ausbildung von Mitgefühl (Empathie) hin (“Warum ich fühle was du fühlst?” und “Das Gedächtnis des Körpers”).

Aber die organische Basis der Spiegelneuronen reicht nicht aus, um Mitgefühl zu einer alle Menschen verbindenden Kraft zu machen. Ohne eine bewusste spirituelle Ausrichtung bleibt das “Mitgefühl” meiner Spiegelneuronen auf meine direkte Umwelt beschränkt, da ich nur diese durch meine Sinnesorgane vermittelt bekomme.

Die zentrale Rolle der Religionen besteht laut Karen Amrstrong darin, das menschliche Mitgefühl auszudehnen auf alle Menschen – eben nicht nur "Liebe deinen Nächsten”, sondern “Liebe deine Feinde”, was bspw. die zentrale Aussage der Bergpredigt ist.

Anders gesagt, in der Sprache der integralen Theorie, es geht darum, das menschliche Mitgefühl auszudehnen vom “egozentrischen Mitgefühl” (Ich), über das “ethnozentrische Mitgefühl” (Mitgefühl mit Menschen meiner Herkunft, Kultur, Glauben etc.) hin zum universalen Mitgefühl (Mitgefühl mit allen Menschen, siehe dazu auch “Wie ein integrales Konfliktverständnis zu Frieden und Verständigung beitragen kann – Teil II”.)

Ich denke, dass wir Menschen eine tiefe, intuitive Verbindung zu Menschen spüren. Wir fühlen uns wirklich “Eins mit allen Wesen” – solange wir nicht darüber nachdenken. Sobald ich anfange, mich oder andere Menschen zu bewerten, trenne ich diese Verbindung. Mir passiert das andauernd und die gewaltfreie Kommunikation ist für mich eine ständige spirituelle Übung, um diese Verbindung wieder herzustellen.

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Kindheitstrauma und Gewaltfreie Kommunikation – Seminar mit Susan Skye, USA

Die Klärung schmerzhafter Erlebnisse aus der Kindheit ist einer der wichtigsten Schritte, um die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation zu integrieren. Susan Skye, Therapeutin und eine der “dienstältesten” Trainerinen für Gewaltfreie Kommunikation in den USA hat jahrzehntelange Erfahrung bei der Bearbeitung früher Kindheitstraumen.

Sie kommt nach Deutschland und bietet vom 1. – 4. Oktober 2009 eine Einführung in ihre Arbeit an, die ich aus persönlicher Erfahrung nur wärmstens empfehlen kann. Susan verbindet auf einzigartige Weise einen sehr persönlichen Lehrstil mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Traumarbeit  – und einen köstlichen Humor!

Das Seminar veranstaltet der Verein “Achtsamkeit und Verständigung in Steyerberg”, hier die Ausschreibung von “Early Childhood Trauma and Nonviolent Communication

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Gewaltfreie Kommunikation authentisch (er)leben

Ich komme gerade aus einer Woche Seminar „Gewaltfeie Kommunikation Lebendig“ mit dem “Knotenlöser-Team”, Knotenlösen Team2 eine bewegende Erfahrung für uns alle. In den Worten einer Teilnehmerin:

Ich bin immer noch aufgewühlt von dem Ausmaß der Erfahrungen in diesem „offenen Raum“. Mein Versuch mich autonom im Hier und Jetzt im Zusammenleben mit anderen Menschen zu spüren, hat mich ganz nah an starke Gefühle und klare Erkenntnisse gebracht.

Im Seminar wurde auch wieder deutlich, was typische Schwierigkeiten auf Weg sind, die gewaltfreie Kommunikation zu praktizieren:

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Die Empathie-Lücke schließen – Yes you can :o)

Empathie, die Fähigkeit zum “Mitempfinden”, ist die Grundlage und der soziale Klebstoff für den Zusammenhalt der menschlichen Gemeinschaft. Mit dem Begriff “Empathie-Lücke” hat US-Präsident Barack Obama dem Thema neue Aufmerksamkeit verschafft (s. Video). Obama bezeichnet Empathie als den wichtigsten Wert einer Gesellschaft.

Was heißt Empathie-Lücke?

Empathie meint die Fähigkeit, sich innerlich “in die Schuhe eines anderen stellen zu können” und so dessen Gefühle nachempfinden zu können. Empathie-Lücke bezeichnet das Fehlen bzw. eine geringe Ausprägung dieser Fähigkeit.

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Wie lernt man Gewaltfreie Kommunikation?

Um diese Frage zu beantworten ist es erst mal wichtig, zu klären, was “Gewaltfreie Kommunikation”  eigentlich ausmacht – und was nicht.

Um mit Letzterem anzufangen und ein paar häufigen Missverständnissen zu begegnen:

Gewaltfreie Kommunikation…

… heißt nicht, nur noch in Beobachtungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Bitten zu reden (“4 Schritte”).

… heißt nicht, aufzuhören zu denken, zu analysieren, zu bewerten etc.

… heißt nicht, Gefühls- und Bedürfnislisten auswendig zu lernen.

.. heißt nicht, sich dauernd zu zensieren und keinen Satz länger als 40 Wörter zu sprechen.

… heißt nicht, seinen Mitmenschen andauernd empathisch zuzuhören.

… heißt nicht, dass es keine Regeln, Verbote, kein “richtig und falsch”, kein “besser und schlechter”, keine Moral und Ethik etc.  mehr gibt.

Was heißt nun Gewaltfreie Kommunikation?

Mein Verständnis von Gewaltfreier Kommunikation habe ich in verschiedenen Artikeln beschrieben.

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Die „Geheimnisse gut funktionierender Arbeitsgruppen“

Die Kollegen von der „Umsetzungsberatung“ liefern mit dem Artikel Projektteam: Die Geheimnisse gut funktionierender Arbeitsgruppen eine gute Basis für Führungskräfte, die Sicherheit und Orientierung für ihre anspruchsvolle Aufgabe suchen. Wem der Artikel zu lang ist, für die Frage des „Arbeitsklimas“ reicht es im wesentlichen, wenn man die erste Kapitel-Überschrift verstanden hat und vor allem umsetzt (ich hoffe, das nehmen mir die Kollegen jetzt nicht übel – der Artikel ist wirklich lesenswert bis zum Schluss :o )

Besagte Überschrift lautet:

Akzeptanz und Zugehörigkeit sind die Basis

Tja, das sagt sich einfach, aber wie stärkt man diese Basis? Hier ein paar Hinweise vor dem Hintergrund der „Gewaltfreien Kommunikation“, was man als Führungskraft wissen sollte und tun kann.

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5 Wege die Gewaltfreie Kommunikation täglich zu praktizieren

1. Sei ehrlich(er) zu dir selbst

Nimm Dir Zeit, dir selbst zuzuhören. Welche Gedanken und Gefühle über dich und dein Leben möchten gehört werden? Welche Bedürfnisse sind damit verbunden, finden aber wenig Beachtung? Deine Gedanken und die damit verbundenen Gefühle sind ein Schlüssel zu deinen authentischen Bedürfnissen. Auch und gerade die Gedanken, die dir nicht gefallen, die dich, andere oder das Leben bewerten.
Denkst du, dein Chef ist ein Tyrann? Lass diesen Gedanken zu (was nicht unbedingt heißen muss, ihn auszusprechen!) und finde die unerfüllten Bedürfnisse dahinter – diese haben ein Recht anerkannt und gelebt zu werden. Sehnst du dich vielleicht nach Anerkennung? Nach Unterstützung? Vielleicht aber auch nach einem tiefen Sinn für deine Arbeit? Wer weiß – das kannst nur du rausfinden.

2. Sei ehrlich(er) zu anderen

Ich erlebe oft, dass Menschen, die die Gewaltfreie Kommunikation kennen lernen, sich danach kaum noch trauen, einen Satz auszusprechen ohne die Worte „Ich fühle…“, „Ich habe das Bedürfnis“ und „Wärst Du bereit…“ o.ä.
Mal ehrlich, das treibt einen doch in den Wahnsinn! ;o) Die Gewaltfreie Kommunikation möchte Menschen innerlich freier machen! Also bitte weniger (Selbst-)Zensur und mehr Mut zur (eigenen) Wahrheit und Echtheit!
Die ganze „Übersetzerei“ in „Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten“ wird schnell künstlich, unpersönlich und nervend. Wer mit etwas Übung den inneren (!) Kontakt zu seinen Bedürfnissen spürt, braucht weniger über die Wortwahl nachdenken und kann spontaner reagieren.
Führt das nicht zu mehr Konflikten, statt weniger? Sagen wir mal so: Es wird in den Beziehungen, die dir wichtig sind, die verdeckten und unterdrückten Konflikte auf den Tisch bringen und so die Chance für Wachstum und Heilung bieten. Dafür kann deine Ehrlichkeit der erste Schritt sein. Hat jemand behauptet, durch Gewaltfreie Kommunikation werde das Leben ruhiger? Ich sicher nicht ;o)

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