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Literatur

 

Kommentierte Literaturempfehlungen 4

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Das Gedächtnis des Körpers, Joachim Bauer, Piper

 

Ein spannendes Buch über die Beziehung von Geist/Seele/Körper und Umwelt. Bauer zeigt anschaulich, dass unsere seelische Verfassung und unsere Gefühle einen erheblichen Einfluss auf die Tätigkeit unserer Gene in haben. Gene steuern also nicht nur unsere körperlichen Prozesse, sie werden auch gesteuert - direkt und indirekt durch unsere Gefühle, unsere Beziehungen und andere Umweltfaktoren. Wir brauchen gute Beziehungen, um zu gesunden (sozial wie inviduell) Menschen zu werden.

Bauer macht auch deutlich, welche schwerwiegenden Folgen jede Art von Gewalterfahrung auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns und damit auf das spätere Erwachsenenleben hat. Jede traumatische Erfahrung hinterläßt einen nachweisbaren "Abdruck" im Gehirn, der die weitere emotionale Entwicklung beeinflusst. Nach ernstzunehmenden Forschungen ist z.B. ein erheblicher Anteil der Jugendkriminalität auf eine (früh-)kindliche Traumatisierung zurückzuführen. Ein weiterer Beleg für die enge Verknüpfung sozialer und individueller Prozesse.

Parenting for a Peaceful Worl, Robin Grille

 

Selten hat mich ein Buch zum Thema „Eltern-Sein, Erziehung und Frieden“ so berührt, schockiert und begeistert wie Robert Grilles „Parenting for a Peaceful World“. Grille ist langjähriger Familientherapeut und sein Buch ist ein Mahnmal, die Bedürfnisse der Kinder endlich ernst zu nehmen, wenn wir langfristig eine friedlichere Welt schaffen wollen.

Das Buch ist erhältlich über die Website http://www.our-emotional-health.com/book.html

 

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Das Pferd rückwärts reiten, Arnold Mindell

 

Die Prozeßorientierte Psychologie verbindet spirituelle Praktiken mit den Methoden westlicher Psychologie. In diesem Buch zeigt Mindell anhand vieler praktischer Beispiele das Vorgehen und die Denkweise der prozeßorientierten Psychologie. Spannend und anregend - vor allem wenn man offen ist für das Unerwartete und Ungewöhnliche.

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Die Welt verändern - Social Entrepreneurs und die Kraft neuer Ideen

 

"Die Welt verändern" von David Bornstein ist ein wunderbar inspirierendes Buch über konkrete Schritte zu einer schöneren, heileren und gesünderen Welt. Mir haben die pragmatischen Beispiele für "Weltverbesserung" rund um den Globus sehr gefallen, von der Stromversorgung für arme Dörer in Brasilien über die Hilfe für Straßenkinder in Indien. Das Buch macht dabei vor allem deutlich, dass die Wichtigkeit des sozialen Unternehmertums in Zukunft deutlich zunehmen wird und muss, um die Probleme dieser Erde und der Menschheit zu lösen. Soziales Unternehmertum verbindet ökonomische Effizienz mit der sozialen, ökologischen und ethischen Vision einer besseren Welt. Die vielen Beispiele in Bornsteins Buch machen Mut, dass dies nicht nur möglich ist, sondern für viele Menschen eine echte Alternative zu einem "normalen Arbeitsplatz" werden kann. Dies entspricht sehr meiner Devise vom "Gut Leben, indem man Gutes tut!"

Dem Leben neu vertrauen - Den Sinn des Trauerns durch fünf Stadien des Verlusts finden, Elisabeht Kübler-Ross, David Kessler

 

Das letzte Buch der bekannten "Sterbeforscherin" Elisabeht Kübler-Ross, zusammen mit dem Trauerberater David Kessler. Ein bewegendes und hilfreiches Buch über den Trauerprozess. Der fünfstufige Trauerprozess, den Elisabeht Kübler-Ross anhand ihrer Erfahrungen mit Sterbenden entwickelt hat, wird hier allgemein auf viele Arten des Abschieds und der Trauer angewandt. Auch wenn dies natürlich nicht die persönliche Begleitung und Unterstützung bei schweren Krisen ersetzten kann, so hilft dieses Buch durch eine sehr einfühlsame und weise Art des Umgangs mit dem Thema Trauer.

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Führen mit Herz und Verstand - Authentisch und integral zu einer neuen Kultur der Unternehmens- und Personalführung

 

Pioniere der integralen Führungskultur berichten von ihren Erfahrungen. Der "integrale" Ansatz erscheint mir manchmal etwas unterzugehen, aber insgesamt bietet das Buch eine anregende Lektüre und macht (vor allem Führungskräften) Mut, Neues zu wagen.

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Führen aus der Mitte - Werden Sie ECHT in Arbeit und Leben - finden Sie Erfüllung und Erfolg

 

"Führen aus der Mitte" ist vor allem für Führungskräfte "alten Kalibers" eine echte Herausforderung. Schon die Überschriften der sog. Leitsätze  "Du hast immer die Wahl - Du kriegst was Du denkst - Es gibt keine Zufälle" dürften für manche nach "Esoteriker-Sprache" klingen. Dabei versuchen Barbara und Michael Fromm durch eine recht "geerdete" Sprache und viele Praxisbeispiele Vorurteile aufzufangen und die  praktische Relevanz eines "Führens aus der Mitte" in den Mittelpunkt zu stellen.

Ihr Anliegen ist einen authentischen Führungsstil zu unterstützen, der aus unserem "echten Selbst" heraus entsteht und sie scheuen sich nicht, derartige Führung in letzter Konsequenz als eine Form der "Spiritualität" zu bezeichnen.

Persönlich fehlt mir manchmal die Ausgewogenheit. Sätze wie "Es gibt keinen Zufall" oder "Entscheiden Sie sich für Glück oder Pech?" lassen bei mir den Geschmack des, doch so gescholtenen, "Ego-Tripps" zurück, der einem meiner Meinung nach sehr unspirituellem Machbarkeits- und Kontrollwahn unterliegt.

So gefällt mir zwar der grundlegende Ansatz von "Führen aus der Mitte" sehr und auch viele der Beispiele sind anregend und zeigen, dass es auch "anders" geht, mit mehr Herz und Verstand. Zurück bleibt bei mir allerdings auch die Frage, ob wir Menschen wirklich alles kontrollieren können?

 

 

 

© 2003 Institut Sikor

Letztes Update: 12.06.07
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