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Was ist Mediation?

Was ist Mediation?

Ist Mediation das Richtige für mich?

Mediation - das Verfahren.

Ist Mediation eine Art Therapie?

Was ist der Unterschied zum Schiedsspruch, zu Beratung/Supervision und Moderation?

Voraussetzungen für eine Mediation.

Dauer und Kosten einer Mediation.

Sie haben eine Frage? Email an das Institut Sikor

Wie verläuft eine Team-Mediation im Unternehmen / in Organisationen?

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Was ist Mediation?

Wenn zwei sich streiten... vermittelt der (oder die) Dritte!

Mediation bedeutet übersetzt "Vermittlung im Konflikt". Mediation ist ein Verfahren, in dem zwei oder mehr Streitparteien mit Unterstützung eines Mediators ihren Konflikt selbständig lösen.

Die Mediatoren haben nicht die Aufgabe den Konflikt inhaltlich zu lösen, sondern sie sind für das Verfahren verantwortlich. Die Inhalte einer Mediation werden alleine von den Konfliktparteien bestimmt.

Die Hauptaufgaben der Mediatoren bestehen in der Schaffung einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre, in der Überwachung des Verhandlungsprozeßes und in der "Übersetzung" emotional aufgeladener Gespräche.

Wir verstehen Mediation als eine "Hilfe zur Selbsthilfe". Während einer Mediation werden die Konfliktparteien darin bestärkt, ihre Bedürfnisse und Interessen klar zu äußern und zu vertreten ("empowerment"). Gleichzeitig fördern die Mediatoren die Anerkennung der Bedürfnisse und Interessen des Konfliktpartners. Im Prozeß der Selbstbehauptung und gegenseitiger Anerkennung der Parteien öffnet sich der Raum für kreative Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen ("Gewinn-Gewinn-Lösungen").

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Ist Mediation das Richtige für mich?

Mediation hat sich bereits in vielen Fällen bewährt, auch in "schwierigen". So z.B. bei

  • Konflikten am Arbeitsplatz, in Teams und zwischen Unternehmen
  • Trennung und Scheidung
  • bei Erbkonflikten
  • Konflikten zwischen Vermieter und Mieter
  • in der Familie und Partnerschaft
  • Schulkonflikten

Natürlich können wir Ihnen nicht garantieren, dass Sie in der Mediation zu einer völlig befriedigenden Lösung kommen werden. Aber bedenken Sie auch die Alternative eines kostspieligen Rechtsstreits mit ungewissem Ausgang. In der Mediation finden Sie eine Lösung, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Wir als Ihre Mediatoren sorgen dafür, dass eine Vereinbarung gefunden wird, mit der sich alle Parteien wohl fühlen.

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Mediation - das Verfahren 

Phase 1

Zu Beginn der Mediation ist kein konstruktives Gespräch zwischen den Konfliktparteien möglich. Die Mediatoren erklären die Regeln und sichern die Vertraulichkeit der Gespräche. Die Ziele der Mediation werden erklärt.

Phase 2

Die Konfliktparteien tragen ihre Standpunkte vor. Die Mediatoren "spiegeln" das Gehörte, fassen zusammen und stellen sicher, dass sie alles verstanden haben.

Phase 3

Die Phase der Konflikterhellung. Die Gefühle, Bedürfnisse und Interessen der Konfliktparteien werden geklärt. Die Mediatoren fragen nach und unterstützen die Ausdruck der individuellen Bedürfnisse und Interessen. Nach und nach kommt es wieder zu einer direkten Kommunikation.

Phase 4

Die Kommunikation zwischen den Parteien ist wiederhergestellt. Nun kann es an die Lösung der Sachprobleme gehen. Dazu werden Methoden wie das Brainstorming u.ä. eingesetzt. Die Parteien einigen sich auf eine gemeinsame Lösung.

Phase 5

Eine schriftliche Vereinbarung wird ausgearbeitet und von den Parteien unterschrieben. Die Parteien können nun wieder ohne Unterstützung durch die Mediatoren miteinander reden und verhandeln.

 

 

Übrigens: Die netten Bildchen links stammen aus dem Buch: "Konflikte selber lösen - Mediation für Schule und Jugendarbeit" von Faller, Kerntke und Wackmann. (s. Literatur)

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Ist Mediation eine Art "Therapie"?

Nein! Mediation ist keine Therapie.

Zum Unterschied Mediation - Therapie:

In einer Therapie geht es vor allem um die Hintergründe für ein bestimmtes Verhalten oder von Gefühlen die eine Person hat. Das heißt es geht vor allem um intrapersonale Konflikte, also Probleme, die jemand "mit sich selbst" hat.

In der Mediation geht es zwar u.a. auch um die Gefühle der Beteiligten, diese sind jedoch nur soweit von Belang, wie sie für die konkrete Lösung des interpersonalen Konflikts (Konflikt zwischen Personen) entscheidend sind. (Verfahren der Mediation)

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Was ist der Unterschied zum Schiedsspruch, zu Beratung/Supervision und Moderation?

Im Schiedsverfahren entscheidet, im Unterschied zur Mediation, eine unparteiische dritte Instanz, welche Konfliktlösung zum Zuge kommen soll. Die Konfliktlösung ist also in den meisten Fällen keine Lösung, die allein von den Konfliktparteien erarbeitet wurde.

Die Supervision hat, aufgrund ihrer Geschichte, einen wesentlich stärkeren beratenden und lenkenden Charakter. Der/die Supervisior/in soll durch den unvoreingenommenen externen Blickwinkel (super=über, vision=Blick) den Klienten dabei unterstützen, "falsche" Strukturen, Verhaltensweisen etc. zu erkennen und zu ändern. Supervision wird häufig (nicht immer) nur mit einer der (Konflikt-)Parteien oder in Einzelgesprächen durchgeführt.

Die Moderation versucht durch eine strikte Strukturierung und Visualisierung von Kommunikationsprozessen mehr Klarheit und Effizienz in Entscheidungsprozesse zu bringen. Da Moderation (meist) nur die Sachebene thematisiert, bleibt die menschliche Seite der Kommunikation eher im Hintergrund.

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Voraussetzungen für eine Mediation

Mediation hat sich in vielen Fällen als ein effektives Instrument der Konfliktlösung bewährt. Neben einigen Voraussetzungen für die Mediation gibt es auch einige Grenzfälle, in denen uns eine Mediation nicht sinnvoll erscheint.

 

Zuerst die Voraussetzungen:

1. Alle Konfliktparteien haben ein Interesse an einer Lösung des Konflikts.
2. Es ist genügend Zeit für eine konstruktive Konfliktlösung.
3. Es gibt keine extremen Machtunterschiede
4. Alle Parteien sind fähig, ihre Interessen und Bedürfnisse auszudrücken.

Wenn diese grundlegenden Voraussetzungen erfüllt sind, erscheint uns eine Mediation möglich und sinnvoll.

 

In Fällen, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen, würden wir von einer Mediation eher abraten:

1. Es existiert ein immenses Machtgefälle zwischen den Konfliktparteien.
2. Die Zeit für eine Konfliktlösung ist äußerst knapp.
3. Eine der Konfliktparteien hat schwere psychische Störungen, benötigt eine Therapie oder intensive Betreuung.
4. Die Motivation zur Konfliktlösung fehlt bei einer Partei völlig.

 

Dauer und Kosten einer Mediation

Die Dauer einer Mediation ist unterschiedlich und hängt von der Art und dem Umfang der zu regelnden Punkte ab. Im allgemeinen schwankt sie zwischen drei und 15 Sitzungen.

Eine Mediationssitzung dauert normalerweise eineinhalb Stunden.

Das Honorar ist abhängig von Ihrer wirtschaftlichen Situation. Wir legen Wert auf eine Honorarhöhe mit der Sie und wir leben können.

Im Allgemeinen berechnen wir daher einen Prozentsatz (ca. 3% bis 5%) des Jahresnettoeinkommens der Beteiligten (Familien mit Kindern sind eher im unteren, Singles/Paare ohne Kinder im oberen Bereich) - unabhängig von der Zahl der oder Dauer der Gespräche.

Dieses Fixhonorar hat für Sie und uns viele Vorteile:

  • Sie stehen nie unter Zeitdruck
  • Sie brauchen während der Beratung nie zu überlegen, ob sich z.B. ein Anruf oder ein Gespräch "lohnt"
  • Es ist immer genug Zeit, alle relevanten Themen zu bearbeiten
  • Sie wissen vorher genau, was die Beratung kosten wird - es gibt keine nachträglichen "Aufschläge".
  • Sie können neue Themen, die für die Bearbeitung relevant sind, ohne Blick auf die Kosten einbringen.
  • Wir können in Ruhe alle Themen einbringen, die uns wesentlich erscheinen.
  • Wir können leichter, wenn es uns notwendig erscheint, auch unangenehmen und konfrontative Themen ansprechen.

Falls während der Mediation Gutachten und Expertisen Dritter notwendig werden, tragen Sie die Kosten dafür.

Unser Grundsatz lautet:  An der Geldfrage sollte notwendige Mediation möglichst nicht scheitern, im Zweifelsfall rufen Sie uns einfach an.

Sie haben eine Frage? Email an das Institut Sikor

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Letztes Update: 12.06.07
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