Mediations-Newsletter Nr. 1 vom 6.1.2000
Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 1
1*** Einige Tips, damit Kunden Deine Homepage im Internet finden.
2*** Die Buchempfehlung für Mediatoren und Beraterinnen
3*** Eine Mediations-Homepage, die es in sich hat.
4*** Die Gretchenfrage "Wie hälst Du`s mit dem Honorar, lieber Mediator?"
5*** Für Konfliktseminare: Wie trainiere ich "emotionale Intelligenz"?
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Hallo, liebe Freunde und Kolleginnen,
Wir begrüßen Euch mit der Nummer 1 unseres Mediations-Newsletters und wünschen Euch und uns viel Spaß damit!
Falls Ihr es noch nicht bemerkt haben solltet. Auch wir haben uns Gedanken gemacht über die "political correct"-Schreibweise der geschlechtsspezifischen Wörter. Also, um`s kurz zu machen: Wir verwenden die weibliche und männliche Schreibweise abwechselnd. Das hebt die Diskriminierung zwar nicht auf, verteilt sie aber halbwegs gerecht ;-) Und außerdem hält diese Schreibweise Euer Gehirn auf Trab, weil es immer "mitdenken" muß.
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1** Ein paar Tips, damit Euch Eure Kunden im Internet finden.
Da habt Ihr endlich eine Homepage erstellt und nun tut sich nichts in der Besuchsstatistik? Wir möchten Euch einige Hinweise geben, die es Euren Kunden erleichtern, Eure Site zu finden:
- Verwendet möglichst keine Frames (Rahmen)!
Frames sind mittlerweile sehr "in". Sie erlauben eine Aufteilung des Bildschirms in mehrere Rahmenteile, wobei die Grafiken und Texte in bestimmten Rahmen immer gleich bleiben. Frames sind praktisch (und erhöhen auch die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus) und mögen "professionell" aussehen, es gibt jedoch ein Problem damit: Die meisten Suchmaschinen (AltaVista, Fireball etc.) haben Schwierigkeiten mit den Frames. Diese Suchmaschinen durchforsten Eure Seiten nach "Keywords" (meist Überschriften) und erstellen damit ihre Verzeichnisse. Bei Seiten mit Frames suchen die Maschinen häufig vergeblich, da sie in den Frames oft nur nichtssagende Wörter oder gar nur Grafiken finden. Also lieber Finger weg von Frames - und es geht auch ohne sehr gut!
- Schreibt in den HTML-Text Eurer Startseite die wichtigste "Keywords"
Wie schon gesagt, suchen die Suchdienste nach Keywords, also Schlüsselwörtern, nach denen sie Eure Seite einordnen und nach denen auch Eure Kunden suchen können. Viele Homepageprogramme fragen diese Keywords automatisch ab, falls nicht, solltet Ihr sie per Hand eintragen. Das geht ganz einfach: Mit einem HTML-Editor (in den meisten Homepageprogrammen enthalten, sonst tuts zur not auch eine normale Textverarbeitung) ruft Ihr Eure Haupseite auf (meist "index.html") und gebt am Anfang der Seite folgende Zeile ein:
<META Name="description" Content="Hier gebt Ihr eine aussagekräftige kurze Beschreibung Eurer Seite ein"><META Name="keywords" Content="Hier gebt Ihr die Schlüsselwörter ein">
Beachte: Schlüsselwörter sollten die Wörter sein, nach denen Eure Kunden suchen werden, wenn sie Euch finden wollen.
- Sorgt hin und wieder für ein "update" bei den Suchprogrammen
Die Suchprogramme durchforsten dauernd das Web. Bei den Millionen von Seiten, die es gibt, könnt Ihr Euch ausrechnen, wie oft der Suchroboter bei Euch "vorbeischaut". Deswegen ist es sehr angeraten, von Zeit zu Zeit Eure Seite nochmal einzutragen. Dann kommt der Suchdienst in den nächsten Tage (oder Wochen) bei Euch vorbei und bringt sein Verzeichnis auf den neuesten Stand. Wenn Ihr diese Anmeldung nicht bei allen Suchdiensten von Hand erledigen wollte, könnt Ihr dazu den "Fritz-Service" nutzen, der Eure Seite bei den wichtigsten Suchdiensten anmeldet.
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2*** Die Buchempfehlung für Mediatoren und Beraterinnen
Die Zahl der Bücher zum Thema Mediation wächst ständig. Bei einigen davon verläßt mich der Eindruck nicht, dass sie weniger für die Leserinnen als für den Bekanntheitsgrad der Autoren geschrieben wurden ;-)
Hier ein Buch, dass alle gelesen haben sollten, die sich mit Konflikten beschäftigen und/oder Menschen beraten:
"Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman, erschienen bei dtv für DM 16,90.
Daniel Goleman war klinischer Psychologe in Harvard und arbeitet zur Zeit als Redakteur für Psychologie bei der New York Times. Sein Buch hat bei Erscheinen (1997) einen ziemlichen "EQ-Boom" ausgelöst und es stand auf den Bestsellerlisten ganz weit oben. Aber wie so oft: Jeder kennt das Buch, aber wer hat es gelesen?
Also: Das Buch ist hochinteressant und sein Inhalt bzw. die Konsequenzen daraus könnte man revolutionär nennen, wenn sie denn umgesetzt würden.
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3*** Eine Mediations-Homepage, die es in sich hat.
In der neuesten Ausgabe der Zeitschrft "ManagerSeminare" wurden einige Trainerhomepages auf ihren Nutzen für Besucher getestet. Den Kauf der Zeitschrift könnt Ihr Euch sparen, denn hier kommt die Seite, die einen Besuch wirklich lohnt - außer der unsrigen natürlich ;-))
Die amerikanische Organisation "Education World" hat auf Ihrer Seite eine Datenbank mit über 120.000 Adressen aus dem Bildungsbereich, nach Themen geordnet. Ein Tip: Stichwort "conflict" eingeben und ... staunen!
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4*** Die Gretchenfrage "Wie hälst Du`s mit dem Geld, Mediator?"
Wir wurden schon öfter gefragt, ob wir denn "am Anfang" auch schon Honorar für Mediationen genommen hätten und wieviel usw.
Unserer Meinung nach solltet Ihr keine "Einstiegspreise" machen - entweder Ihr fühlt Euch bereit, Mediationen zu machen, und dann verlangt Ihr "Euren Preis" dafür - oder Ihr laßt es ganz.
Wir haben von Anfang an Honorar verlangt.
Wieviel? Soviel wie jetzt auch (s. unsere Honorartabelle).
Warum? Weil unsere "Arbeit" in der ersten Mediation die gleiche war wie heute.
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5*** Für Konfliktseminare: Wie trainiere ich "emotionale Intelligenz"?
Wer Seminare im Bereich Konfliktmanagement gibt, weiß, dass das wichtigste Thema, das bei den Teilnehmern "ankommen" muß, der Einfluß unserer Gefühle ist. Gerade im "harten Business" wird dieser Faktor gerne übersehen, obwohl Dutzende von Studien zeigen, dass in allen Fragen der menschlichen Zusammenarbeit immer "Beziehung" vor "Sache" geht.
Hier also einige grundlegende Hinweise für Trainer und Seminarleiterinnen zu diesem Thema:
- Die absolut wichtigste Eigenschaft, die jede Trainerin mitbringen muß, ist die Fähigkeit, selbst zu ihren Gefühle zu stehen und diese mitteilen zu können. Wer während eines Seminars seine eigenen Gefühle versteckt, braucht sich nicht zu wundern, wenn dies auch die Teilnehmer tun.
- Die "Entdeckung" der Gefühle braucht Zeit und Ruhe. Deshalb sind im Seminar angeleitete Mediationen, Ruhephasen und Einzelarbeit mit Konflikten wichtig. Wenn dauern Inputs von außen auf die Teilnehmer einprasseln, bleibt dafür keine Zeit.
- Offenheit im Seminar läßt sich nicht erzwingen! "Moralpredigten" und "Offenheitsappelle" zu Beginn des Seminars sind nutzlos bzw. schädlich. Denkt daran: Eure Seminarteilnehmer sind ein Spiegel für Eurer Verhalten!
- Übungen dazu gesucht? Die einfachste (und wichtigste) Übung für die emotionale Intelligenz lautet:
Stelle Dir die Fragen "Wie geht es mir?" und "Was brauche ich jetzt?"
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So, das wär`s für heute. Wir wünschen allen ein erfolgreiches Jahr 2000!
Eure Marianne und Markus Sikor
© 2003 Institut Sikor
Letztes Update:
12.06.07
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