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***** Der Mediations-Newsletter Nr. 7 ****

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Dies sind Gratis-Informationen des Göttinger Instituts für Mediation.

 

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Inhalt Mediations-Newsletter Nr. 7

1*** ASTD-Trainer Homepage

2*** Mobbingseite des Sozialnetz-Hessen

3*** In eigener Sache - Studienprogramm Berufliche Fortbildung Mediation

und Intensiv-Fortbildung Mediation

4*** Erfolgreich selbständig als Mediator (III)

5*** Trennungskinder.de

6*** So informativ kann ein Internet-Besuch beim Anwalt sein

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1*** ASTD-Trainer Homepage

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Die American Society for Training and Development (ASTD) hat eine gut gefüllte Homepage im Netz. Ein Besuch lohnt sich vor allem für Berater und Trainerinnen, die sich über Trends und Entwicklungen im Trainings- und Seminarbereich (jedoch ist überwiegend der Business-Bereich vertreten) auf dem Laufenden halten möchten. Wie bei amerikanischen Sites meist üblich, quillt die Website fast über vor Angeboten und Infos.Spannend und informativ zugleich sind auch die online-Diskussionsforen - da kann man glatt neidisch werden, über die Web-Aktivitäten in den Staaten. Zu finden unter http://www.astd.org

 

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2*** Mobbingseite des Sozialnetz-Hessen

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Das Sozialnetz-Hessen hat gerade eine neue Seite zum Thema "Mobbing" ins Internet gestellt. Die Site bietet neben den üblichen Hinweisen ("Was ist Mobbing? Wie erkennt man Mobbing" etc.) und Adressen für Betroffene vor allem sehr hilfreiche Texte, die auf die Entstehung und Vorsorgemöglichkeiten von Mobbing eingehen. Deutlich wird wieder mal: Mobbing wird in einem Klima gefördert, in dem Konflikte nicht oder nur destruktiv bearbeitet werden.

Angenehm empfand ich den Versuch der Autoren, das typische "Täter und Opfer"-Denken zu relativieren, das gerade beim Thema Mobbing stark vertreten ist. Die Seite ist auf jeden einen Besuch und eine Weiterempfehlung wert!

http://www.sozialnetz-hessen.de/mobbing/

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3*** In eigener Sache - Studienprogramm Berufliche Fortbildung Mediation

Intensiv-Fortbildung Mediation

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Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, das für das Studienprogramm Berufliche Fortbildung Mediation der Bildungsurlaub für das Land Niedersachsen genehmigt worden ist. Das Studienprogramm erfreut sich großer Beliebtheit - die diesjährige Fortbildung ist ausgebucht. Wir bekommen oft Anfragen, ob diese Fortbildung vom Arbeitsamt gefördert wird. Das ist leider nicht der Fall. Das Arbeitsamt hat sehr strenge Kriterien, wann eine Fortbildungsmaßnahme förderungswürdig ist. So muß diese bspw. als Vollzeitmaßnahme durchgeführt werden. Sonst könnten die Teilnehmerinnen zwischendurch ja "Urlaub" machen ;o)

Sehr angetan sind wir auch über das Interesse an unserer Intensiv-Fortbildung Mediation für Führungskräfte, Trainer- und BeraterInnen. In dieser Fortbildung sind noch Plätze frei - und wir würden uns besonders über vermehrte männliche Teilnahme freuen - ja wo sind denn nun "die Männer"? ;o)

 

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4*** Erfolgreich selbständig als Mediator (III)

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Schlagt irgendeinen Marketingratgeber auf - welches Schlagwort springt Euch spätestens auf Seite 3 entgegen? Genau: Die "Zielgruppe". Die Zielgruppe Eures Marketings sind all diejenigen, für die Eure Dienstleistung interessant sein könnte.

Zielgruppenmarketing wird als der Schlüssel für erfolgreiches Marketing betrachtet. Als (zukünftige) Mediatoren sind zwei Punkte wichtig:

a) Für welche Zielgruppe ist Euer Angebot von Interesse und

b) wie erreicht Ihr diese Zielgruppe effektiv.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Angenommen Ihr wollt Euch auf den Bereich Trennungs- und Scheidungsmediation konzentrieren und überlegt, eine Anzeige in Eurer Tageszeitung zu schalten. Eine gute Idee?

Die Zielgruppe ist in diesem Fall natürlich ziemlich eindeutig: Paare, die sich trennen oder scheiden möchten. Ihr habt also bereits mehrere Charakteristika Eurer Zielgruppe, erstens "Paare", zweitens "frustriert", drittens "trennungswillig" und natürlich viertens "zahlungswillig". Ganz nebenbei: Der letzte Punkt, also das Geld, ist selten ein echter Hindernisgrund für die Mediation - auch wenn es oft behauptet wird ("zu teuer"). Das Geld ist hierbei, wie immer, nicht mehr und nicht weniger als ein Gradmesser für die Motivation der Paare, die Konflikte zu lösen.

Die nächste Überlegung wäre logischerweise, wieviel frustrierte (na gut, das sind wahrscheinlich viele ;o) scheidungswillige Paare Eure Tageszeitung lesen, in der Ihr eine Anzeige schalten wollt. Dabei hilft ein Blick in die Statistik und etwas Rechenübung: 70% der Einwohner einer mittleren Großstadt sind entweder Singles, Jugendliche, Studierende, Senioren oder bereits Geschieden - also alle denkbar ungeeignete Kandidaten für eine Scheidungsmediation.

D.h. eine Anzeige in Eurer Tageszeitung trifft von vornherein nur maximal 30% Eurer Zielgruppe! Egal, wie groß oder gut gestaltet Eure Anzeige ist, sie geht an den Bedürfnissen der meisten Zeitungsleser einfach vorbei!

Da könnt Ihr Euer Geld lieber gleich spenden - das hat wahrscheinlich einen positiveren Effekt für Euer Geschäftskarma ;o)

Mit ein bißchen Phantasie findet Ihr garantiert eine Werbeform, die von Anfang an einen größere Wahrscheinlichkeit hat, von zukünftigen Klienten gefunden zu werden. Versetzt Euch doch einmal in deren Situation und überlegt, wo Ihr hingehen würdet oder sogar müßt, wenn Ihr Euch scheiden lassen wollt. Also: Alle verheirateten Paare, die Kinder haben, müssen bspw. mit dem Jugendamt in Kontakt kommen. Ein Gespräch mit der Jugendamtsleiterin, ein paar Flyer im Wartezimmer und evtl. ein Aushang (mit Genehmigung des Amts) bringen also bestimmt mehr Klientenkontakte als die schnöde Anzeige in der Tageszeitung.

Optimal ist natürlich ein Kontakt mit mediationsfreundlich gesinnten Rechtsanwälten - wenn die endlich kapieren würden, dass Mediatoren ihnen kein Geld wegnehmen. Der Versuch, eine Rechtsanwältin zur Kooperation zu bewegen, lohnt sich auf jeden Fall.

In einer speziell für Scheidungspaare veranstalteten Informationsveranstaltung (Titel z.B. "Scheidung ohne Verlierer" o.ä.) kommen vielleicht nicht viele, dafür aber garantiert interessierte Menschen. USW. und so fort...

Derartige Überlegungen sind für jede spezifische Zielgruppe notwendig und ersparen Euch unnötige Kosten. Wenn Ihr bspw. Wirtschaftsmediation als Euer Zielgebiet anseht, dann bringt eine Anzeige im Handelsblatt natürlich mehr Kontakte als in der Süddeutschen Zeitung. Ein in Vortrag über die Vorteile der Wirtschaftsmediation hat den Vorteil, dass Ihr gleich als Expertin in Erscheinung tretet. Ein Seminar zum Thema Konfliktmanagement kann die Teilnehmer überzeugen, dass Ihr als Mediatoren echt was auf dem Kasten habt - und so jemand wird eher engagiert, als ein unbekannter Nobody.

Also: Die ersten praktischen Schritte für Eurer Marketing könnten folgendermaßen lauten...

1. Euer Mediationsprofil festlegen (Scheidungsmediation, TOA, Wirtschaftsmediation etc.)

2. Die Zielgruppe definieren (Charakteristika möglichst genau beschreiben)

3. Die Bedürfnisse dieser Zielgruppe klären (was will und braucht diese Zielgruppe genau?)

4. Effektive Marketingwege und -mittel bestimmen (s.o. Bsp. "Zeitungsanzeige")

5. Na denn mal los...

Ein weiteres bekanntes Hilfsmittel ist das "Marketingkreuz", das Euch bei der Festlegung Eurer Marketingstrategie dienlich sein kann. Es dient der klareren Definition Eurer Zielgruppe bzw. auch Eures Angebots und kann Hinweise darauf geben, welche Markentingstrategie angebracht ist.

Kriterien für das Marketingkreuz sind die Einteilung bspw. Eures Beratungsangebots in "billig/teuer" und "schnell/langsam" - das Kreuz sieht wie folgt aus:

 

(Quadrant I) teuer (Quadrant II)

langsam schnell

(Quadrant III) billig (Quadrant IV)

Innerhalb diese Kreuzes könnt Ihr alle Beratungs- und Trainingsmaßnahmen plazieren bzw. Eure (zukünftige) Plazierung planen. Eine Trainigsmaßnahme "Faires Streiten für Ehepaare" wäre bspw. im Quadrant IV (schnell und billig) einzustufen, eine Konfliktmanagement-Ausbildung für Manager im Quadrant I (langsam und teuer). Ein 3-Tages-Training in "Effektive Konfliktlösung für Führungskräfte" paßt in Quadrant II (schnell und teuer) und eine "Mediationsausbildung für ehrenamtliche KirchenmitarbeiterInnen" in Quadrant III (langsam und billig).

Für welchen Quadranten entscheidet Ihr Euch? Keiner ist besser oder angenehmer als der andere - aber die beste Marketingstrategie hängt wesentlich vom geplanten Quadranten ab. Ein "schnell und billig" Angebot könnt Ihr mit relativ "schnellen und billigen" Marketingstrategien bearbeiten (bspw. selbstgedruckte Flyer verteilen oder Plakate aufhängen). Die Zielgruppe für die "langsam und teuer" Variante werdet Ihr eher mit langfristigen Anzeigen in entsprechenden Fachzeitschriften erreichen (und die sind wahrlich "teuer".)

Laßt Euch von all der Marketingtheorie jedoch bloß nicht kirre machen! Die wichtigste Marketingstrategie lautet meiner Meinung nach nämlich:

"Schlimmer als etwas "falsch" zu machen, ist es, gar nichts zu machen."

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5*** Trennungskinder.de

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Vor einiger Zeit bekamen wir eine anonyme Email eines männlichen "Scheidungsopfers" , in der wir als "Kinderfeinde" und an dem "Wohl des Kindes völlig uninteressiert" bezeichnet wurden. Der Mann hatte, wie manche andere auch, die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass die Kinder im Scheidungsverfahren seiner Ex-Frau "zugesprochen" wurden. Das Mediationsverfahren war ihm suspekt, da er durch unsere "allparteiliche Haltung" in der Mediation anscheinend auf "frauenfreundlich" und damit "männerfeindlich", und dann messerscharf auf "Kinderfeinde" geschlossen. Die Methode ist klar, wer nicht für mich ist, muß gegen mich sein...

Die Tatsache, dass auch heutzutage noch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle die Kinder den Ehefrauen zugesprochen werden (bei gemeinsamen Sorgerecht), und den Ehemännern logischerweise die Unterhaltszahlung, ist auch uns bekannt. Es gibt seit einigen Jahren eine starke Männerbewegung, die auf die "Ungerechtigkeit" und die Schwierigkeiten dieser Rechtsprechung aufmerksam macht.

Ich finde auch, dass für eine gesunde Entwicklung der Kinder die männliche Qualität sicher genauso wichtig sind wie die fraulichen. Eines scheint mir aber auch ziemlich klar: Erstens sind die Männer, die sich in gleichem Ausmaß wie Ihre (Ehe-)Frauen zeitlich und emotional den Kindern widmen, noch eher selten. Auch ich bin trotz knapper fifty/fifty-Aufteilung Beruf/Familie manchmal echt froh, wenn ich zu meinem verdienten Büroschlaf komme :o). Und zweitens, liebe Männerbewegte, die heftigen Emotionen verstehe ich ja, aber nun allein "die Frauen" dafür verantwortlich zu machen, dass die Dinge so sind, wie sie sind, finde ich doch etwas zu kurz gedacht. Wo waren denn "die Männer" die letzten fünfzig Jahre bei der Kindererziehung? Haben uns die bösen Frauen mit aller Macht von Haus und Herd ferngehalten? Sorry, wenn ich mir da ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.

Also, liebe männliche "Scheidungsopfer", vom "Opferdenken" halte ich wenig (Zum Streiten braucht`s halt doch immer Zwei!) - und von anonymen Mails noch viel weniger.

Nun ja, auf jeden Fall habe ich mich zum Thema Scheidungskinder ein bißchen im Netz umgesehen und eine lesenswerte Seite gefunden. Unter www.trennungskinder.de gibts einige gute Infos und Hinweise zu diesem Thema - auch für Männerbewegte.

 

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6*** So informativ kann ein Internet-Besuch beim Anwalt sein

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Die Website des österreichischen Anwaltsbüros von Herrn Tews ist eine ansprechend gestaltete und informative Anlaufstelle für Paare, die sich eine Trennung überlegen. Natürlich ist die juristische Information nicht auf deutsche Verhältnisse sübertragbar, aber die Literaturhinweise und Links lohnen sich auf für deutsche Besucherinnen. Und vielleicht nimmt sich ein hiesiger Anwalt ja mal ein Beispiel und stellt auch so eine schöne Seite ins Netz. Zu finden unter www.tews.at