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====== Der Mediation-Newsletter Nr. 15 ========

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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training. Die

Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des

Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe

ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.

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Das Archiv der Newsletter findet Ihr unter http://www.institut-sikor.de/letter.htm.

Dieser Newsletter geht an 565 Leserinnen und Leser.

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Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 15

 

1 *** Wiener Appell zu den Terroranschlägen vom 11. September

2 *** Schulmediation etabliert sich

3 *** Visionen und Wege finden

4 *** Intuition - bessere Entscheidungen treffen

5 *** Beruflich ein (Konflikt-)Profi, privat ein Amateur?

6 *** Asia Pacific Mediation Forum

7 *** GATOR - Dem "Log-In"-Chaos ein Ende setzen

 

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Liebe Freunde und Kolleginnen,

die weltweiten Ereignisse der letzen Wochen haben es mir manchmal schwergemacht,

mich auf meinen "Kleinkram" zu konzentrieren.

Was würde eigentlich passieren, wenn nur 10% der Menschen die Terroranschläge

als Anlaß nehmen würden die alltägliche Gewalt in unserem Leben - gegen Kinder,

Ausländer, Behinderte, Andersdenkende, Andersaussehende ... - wahrzunehmen und

zu beenden?

 

Mit nachdenklichen Grüßen

Markus Sikor

 

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1 *** Wiener Appell zu den Terroranschlägen vom 11. September

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Ich habe mit mir gerungen, ob ich diesen Punkt in den Newsletter aufnehmen soll.

Nach dem 11. September erreichten mich Dutzende von E-Mail Listen, die meisten

davon von Friedensbewegten verbreitet, die wohl aus einem Gefühl der Hilflosigkeit

heraus versuchten, die Welt per E-Mail-Kettenbrief zu "retten".

Auch auf der "Wiener Konferenz für Mediation und Demokratie" (12.-15.9.01) wurde unter

der Eindruck der Ereignisse der "Wiener Appell für einen interkulturellen Dialog der Völker

der Welt" verabschiedet und von den anwesenden Experten unterzeichnet. Wer möchte, kann

sich auf der folgenden Homepage das Formular für die Unterzeichnung herunterladen:

http://www.arge-akademie.com/wiener_appell.htm

Mittlerweile bin ich der Meinung, dass derartiger kurzfristiger Aktionismus - gutgemeinte -

Energieverschwendung ist - oder ziehen sich die USA aus Afghanistan zurück, haben

die Herren Schröder oder Fischers ihre Meinung zu den aktuellen Terroranschlägen der USA in

Afghanistan geändert?

Ich fürchte, es wird wenig Effekt haben, bequem per Computer "seine Meinung kundzutun".

Wenn derartige Ereignisse überhaupt einen "Sinn" haben, dann den, uns bewußt zu machen,

dass wir uns grundlegende Gedanken über die Ursachen von Haß und Gewalt machen und

danach handeln (!) müssen.

Ihr kennt vielleicht die Antwort Gandhis auf die Frage, was er von der westlichen Zivilisation halte?

Gandhi: "Das wäre eine gute Idee!"

Wer nicht nur reden (schreiben) sondern handeln möchte, findet bspw. bei den "Earthstewards"

Anregungen und Möglichkeiten. Die Earthstewards wurden von Parry Danaan gegründet, Autor

von "Krieder des Herzens" und bis zu seinem Tod internationaler Vermittler in Konflikten und

Friedenstrainer.

Die Homepage der Earthstewards: http://www.earthstewards.org/ESN-Root.asp

Das aktuelle Projekt "Compassionate Listening" (Einfühlsames Zuhören) fördert u.a. die Versöhnung

zwischen Juden und Palästinensern. Es wird im nächsten Jahr voraussichtlich auch in Deutschland

stattfinden und dann den Dialog zwischen Juden und Deutschen zum Inhalt haben.

Hier der Link: http://www.mideastdiplomacy.org/clp.html

 

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2 *** Schulmediation etabliert sich

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Friederike Erhart, Mediatorin und Newsletter-Leserin aus Hannover (www.artset.de

) hat mir folgende Information zur Schulmediation geschickt.

Vielen Dank, Friederike!

 

Informationsdienst Wissenschaft (idw) - Pressemitteilung

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 27.09.2001

 

Potential an Gewalt anders mindern: Schülerschlichtung an

bundesdeutschen Schulen - eine Bilanz

 

Was Mediation (Vermittlung in Konflikten) ist, könnten schon viele

gehört haben. Erlebt haben eine Mediation vermutlich (leider) schon viel

weniger. Doch: Überraschung. Denn Modelle der Konfliktvermittlung an

Schulen (Mediation) haben sich in den letzten Jahren bereits bundesweit

etabliert. Diese Modelle weiter zu qualifizieren und stärker in die

pädagogische Arbeit der Schule zu integrieren, ist die nächste wichtige

Etappe.

Das ist das Fazit einer der ersten Bundestagung von

Schlichtungs-Experten, deren Ergebnisse ein soeben erschienener

Sammelband "Konfliktmanagement an Schulen - Möglichkeiten und Grenzen

der Schulmediation" dokumentiert. Hier findet sich die bundesweite

Bilanz der Diskussion und der Praxisentwicklung zur Schulmediation.

Hinausgeber sind Prof. Dr. Christiane Simsa von der Evangelischen

Fachhochschule Ludwigshafen und Priv.-Doz. Dr. Wilfried Schubarth vom

Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Greifswald. Sie

sehen gute Chancen, daß Mediation an Schulen weiter an Bedeutung

gewinnt. "Durch Mediation wird nicht nur Gewalt vorgebeugt, es werden

auch wichtige Grundfähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Kommunikations-

und Teamfähigkeit geschult. Darüber hinaus kann Mediation die gesamte

Schulkultur positiv beeinflussen, wenn sie genügend Unterstützung durch

das Lehrerkollegium erfährt", spricht Wifried Schubarth. Die ist gewiß

nötig, denn in den auftretenden Konflikten vermitteln nicht Lehrer,

sondern meist ältere Schüler für ihre gleichalten oder jüngeren

Streithähne (und -hühner).

Zur weiteren Qualifizierung der Modelle sei notwendig, neben verstärkter

Lehrerfortbildung auch regelmäßige Rückmeldungen, z. B. in Form von

Wirkungsuntersuchungen (Evaluation), durchzuführen. Solche

Untersuchungen gibt es bereits in einigen Bundesländern. Auch in

Mecklenburg-Vorpommern wird eine entsprechende Studie der Universität

Greifswald durch den Landespräventionsrat gefördert, von Dr. Wilfried

Schubarth erstellt. Prof. Christiane Simsa ihrerseits trägt den Gedanken

in ihrem Weiterbildungsstudiengang "Mediation" weiter.

Der wohlfeile Sammelband, in dem Vertreter aus Wissenschaft,

Schulverwaltung und Schulen verschiedener Bundesländern zu Wort kommen,

ist über das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische

Forschung, Postfach 900270, 60442 Frankfurt am Main, zu beziehen (ISBN

3-88494-209-3; 24 DM; 258 S.).

Wer mehr darüber erfahren möchte, wende sich bitte an Dr. Wilfried

Schubarth (03834-86 3714) oder an Prof. Christiane Simsa (0621-5911338).

Zu dieser Mitteilung existieren Bilder im WWW. Siehe

* http://idw-online.de/public/zeige_bild?imgid=3343

Titel des neuen Buchs aus Ludwigshafen & Greifswald

 

 

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3 *** Visionen und Wege finden

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In unseren Ausbildungen nimmt die persönliche Entwicklung der TeilnehmerInnen

normalerweise einen wichtigen Platz ein. Viele möchten sich "verändern", suchen

neue Perspektiven, oft auch berufliche. Nun gibt es andere Ausbildungen, die sich

mehr auf den rein "technischen" Aspekt der Mediation richten, und dort könnte

der persönliche Entwicklungsschub etwas zu kurz kommen.

Wer also Anregungen, Raum und Zeit sucht, um die eigenen "Visionen und Wege" zu

finden und zu gestalten, tut gut daran, sich dafür eine professionelle Unterstützung zu

gönnen. Mein Freund und Kollege Dr. Gerhard Rothhaupt ist Laufbahnberater

und hat aus seiner Erfahrung mit vielen "Suchenden" das Seminar "Visionen und Wege"

entwickelt.

Erfreulicherweise bietet er es nun auch hier in Steyerberg an - und wer den

"Lebensgarten" kennt, weiß, dass es in Deutschland wahrscheinlich wenig

inspirierendere Plätze für die persönliche Entwicklung gibt.

Über das Seminar gibt es ausführliche Infos auf der Homepage von Dr. Gerhard

Rothhaupt unter http://www.visionenundwege.de

Über den Lebensgarten könnt Ihr Euch informieren unter http://www.lebensgarten.de

 

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4 *** Intuition - bessere Entscheidungen treffen

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"Intuition", "Entscheidungen aus dem Bauch", "der richtige Riecher"

Diese Themen interessieren mich schon lange - was ist das überhaupt? Kann man das

lernen? Läßt sich die Intuition durch Übung verbessern?

Ich bin mir aus eigener Erfahrung sehr sicher, dass intuitive Entscheidungen meist "richtig"

sind. Die Frage ist nur, welche meiner Wahrnehmungen oder Interpretationen intuitiv sind,

und welche nicht.

Nun habe ich ein sehr hilfreiches Handbuch entdeckt, quasi einen Workshop für

Intuitions-Anfänger. Penney Peirce beschreibt in "Erwecke Deine Intuition" ein ganz-

heitliches Programm, um die intuitive Wahrnehmung zu stärken.

Dabei kommt sie - im Gegensatz zu anderen Bestsellern auf diesem Gebiet - ohne

eine marktschreierische "Ich kenne die Zukunft"-Haltung aus. Sie macht deutlich, dass intuitive

Wahrnehmung etwas völlig "normales" ist und eine bewußte Schulung dieser Fähigkeit

für viele Menschen eine echte Bereicherung ihres Lebens sein könnte.

"Erwecke Deine Intuition - Das Programm zur Stimulierung der Netzwerke unserer Intelligenz"

Penney Peirce, Integral Verlag, DM 39,--

(Ich überlege im nächsten Jahr ein Seminar zum Thema "Intuition - bessere Entscheidungen

treffen" anbieten. Wer daran Interesse hat - ich freue mich über Feedback!)

 

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5 *** Beruflich ein (Konflikt-)Profi, privat ein Amateur?

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In unseren Fortbildungen treffen wir manchmal Menschen, häufig universitär ge(ver-)bildet,

deren Hauptanliegen es ist, noch mehr/bessere/neuere Techniken zu lernen, wie man

Konflikte lösen kann. Dahinter steht, so vermute ich, das Bedürfnis, jeder Situation

gewachsen zu sein und für jeden Fall die "perfekte Methode" zur Verfügung zu haben.

Diese Menschen sind dann in unseren Ausbildungen anfangs frustriert, weil wir relativ

wenige Techniken vermitteln. Unser Hauptanliegen ist die Vermittlung der Haltung,

die für die Mediation unabdingbar ist - und diese Haltung heißt:

Es gibt in Konflikten kein richtig oder falsch, es gibt nur Bedürfnisse und Interessen.

Klingt einfach, aber spätestens wenn es an die eigenen Bedürfnisse geht, wird diese Haltung

schnell vergessen. Das ging einmal dann so weit, dass zwei Teilnehmerinnen, deren Wünsche

mit unseren nicht recht zu vereinbaren waren, per Anwalt ihr "Recht-auf-eine-Ausbildung-wie-

wir-sie-uns-Vorstellen" durchsetzen wollten.

Mediatoren, die es zuerst mal "auf die harte Tour" versuchen, sobald es um eigene Konflikte geht,

sind in meinen Augen wenig glaubwürdig. Es gab vor ein paar Jahren ein Buch, das den Widerspruch

von privatem und beruflichem Verhalten zum Thema hatte: "Beruflich ein Profi, privat ein Amateur?"

Bitte nicht in der Mediation!

 

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6 *** Asia Pacific Mediation Forum

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Vom 29. November bis 1. Dezember 2001 findet das Asia Pacific Mediation Forum in Adelaide statt.

Zugegeben, Australien liegt nicht gerade um die Ecke - aber vielleicht hat ja jemand Zeit und Lust,

mal einen Mediationskongress auf der anderen Seite unserer Erdkugel zu besuchen.

Hier findet Ihr das Programm: http://www.unisa.edu.au/cmrg/apmf/default.htm

Und hier Infos zur Stadt Adelaide: http://www.adelaide.sa.gov.au/Visitors_guide/default.htm

 

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GATOR - Dem "Log-In"-Chaos ein Ende setzen

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Wer bei diversen Internetdiensten angemeldet ist, kennt das Dilemma. Entweder hat man für

jeden Dienst ein eigenes Kennwort (was sich kein Sch.... merken kann, also legt man sich eine

Liste unter der Tastatur an) oder man nutzt (so wie ich bisher) nur ein einziges, was irgendwie

auch nicht der Sinn der Sache ist. Nun naht Rettung! Gator ist ein schnuckeliges Progrämmchen,

das sich alle einmal eingegebenen Namen und Paßwörter merkt und automatisch hervorzaubert,

wenn man wieder auf die Seite kommt. Auf Wunsch auch paßwortgeschützt - dieses darf man

dann aber nicht vergessen ;o)

 

Mein Urteil: Ich möchte ihn nicht mehr missen! Und das Zweitbeste ist, Gator bekommt Ihr kostenlos unter

http://www.gator.com/home/index.html

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Das war`s. Einen schönen Herbst wünscht

Markus Sikor

 

Gewinnen macht mehr Spaß,

wenn niemand dabei verliert!

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Intensiv-Ausbildung Mediation für Führungs-

kräfte, Trainer- und BeraterInnen: Neuer Kurs ab September 2002

Berufsbegleitende Ausbildung Mediation: Neuer Kurs ab Mai 2002

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Institut Sikor. mediation training

Ginsterweg 1 - D - 31595 Steyerberg

Telefon: 05764 - 94 28 - 83, Fax: - 84

info@institut-sikor.de

www.institut-sikor.de

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Mitglied im Bundesverband Mediation (www.bmev.de)

und in der Centrale für Mediation (www.centrale-fuer-mediation.de)