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***** Der Mediation-Newsletter Nr. 16 *****

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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training. Die

Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des

Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe

ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.

Dieser Newsletter geht an 576 Leserinnen und Leser.

 

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Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 16

1 *** Warum habe ich eigentlich Konflikte?

2 *** Konflikt-Rückblick 2000

3 *** Anregung für die grauen Zellen: Kreativitäts-Datenbank

4 *** Friedensforschung im Überblick

5 *** Gedanken von Carl Rogers zur Kommunikation

6 *** Neue Mediationsausbildungen des Institut Sikor

7 *** Kreativität und Intuition in der Konfliktlösung (Artikel von Debra

Gerardi)

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Liebe Freunde und Kolleginnen,

es bedarf guter Fragen, um gute Antworten zu bekommen. Eine solche

hilfreiche

Frage hat mir mein Freund geschickt (Danke, Gerhard!), und ich möchte sie

Euch nicht vorenthalten. Hier ist sie:

"Was von dem, was du heute tust, würdest du nicht mehr beginnen,

wenn du es nicht schon tätest? "

Ist doch wie gemacht für die "Sylvester-Revision" der eigenen Lebenspläne,

oder?

Ich wünsche Euch entspannende Feiertage und einen wunderbaren Jahresbeginn!

Markus Sikor

 

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1 *** Warum habe ich eigentlich Konflikte?

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Mit dieser Frage haben sich bereits Generationen von Wissenschaftlern

befaßt. Ich finde es immer noch am spannendsten, die "kleinen" Konflikte

des Alltags zu beobachten und meine eigenen Schlüsse zu ziehen.

 

Hier ein paar Ergebnisse:

 

*** Meine Ursachen für Streit ***

 

Im Rückblick über viele Konflikte habe ich, etwas erschreckt,

zwei Hauptgründe bei mir entdeckt:

1. RECHT HABEN WOLLEN

2. ANGST

 

 

*** Konflikte sind NICHT notwendig ***

 

Wenn ich die Fähigkeit, Recht haben zu wollen, vergessen

würde, hätte ich KEINE Konflikte. Aus Angst folgt nur in

Verbindung mit RECHT HABEN WOLLEN ein Konflikt.

By the way: Ich bin überzeugt, dass es ungesund ist, (viele) Konflikte

zu haben. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass die Menge

an aggressiven Hormomen und mein Blutdruck im Konflikt gesund-

heitsförderlich sind.

 

*** Konflikte werden gelöst, wenn das Recht haben vorbei ist ***

Das ist meine Erfahrung als Mediator, Ehemann und Vater. Immer

wenn ich es endlich kapiert hatte, dass es nicht ums Rechthaben

geht, war der Konflikt schon fast gelöst.

 

*** Weniger Angst, weniger Konflikte ***

Diese Entdeckung war für mich sehr erhellend. Ich habe in den

letzten Jahren ein paar Ängste "verloren", ein paar andere verringert.

Dabei ist die Zahl meiner Konflikte (egal ob "ausgelebt" oder innerlich

verarbeitet = Ärger) drastisch gesunken.

 

Wenn Ihr ausprobieren wollt, ob diese Beobachtungen auch für Euch

stimmen, egal ob im Privatleben oder am Arbeitsplatz, könnt Ihr

folgendes ausprobieren:

 

1) Gebt den anderen Recht!

 

Das heißt natürlich nicht, dass Ihr nicht Recht haben könnt. Wenn

alle Recht haben können, verliert das RECHT HABEN WOLLEN seine

Energie - und damit auch ein möglicher Konflikt.

Möchte jemand einwenden, dass es aber (manchmal) um "sachliche" Fragen

geht, wo es eben doch ein "Richtig" oder "Falsch" gibt?

Richtig! Und wenn ich streite, streite ich nicht um "Fakten" sondern ums

RECHT HABEN WOLLEN.

 

2) Sag es offen, wenn Du Angst hast!

 

Sag Deinem Konfliktpartner, vor was Du Angst hast. Benannte Ängste

sind halbe Ängste. Etwas was wir benennen können, verliert an Kraft.

Versuche deshalb Deine Angst so konkret wie möglich zu benennen.

Wenn wir Ängste nicht aussprechen, dann, so meint Dr. Marshall

Rosenberg, werden diese als Aggression wahrgenommen - was meist

zu weiteren Aggressionen des Gegenübers führt.

 

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2 *** Konflikt-Rückblick 2000

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Das Heidelberger Institut für Konfliktforschung hat das

Konfliktbarometer für das vergangene Jahr ins Netz gestellt.

Zusammengefaßt lautet die Diagnose: "Im Jahr 2000 werden

nach unseren Zählungen auf der Welt insgesamt 144 politische Konflikte

ausgetragen. Davon sind zwölf Kriege und 24 gewaltsame Krisen. Damit

werden 36 Konflikte, das heißt jeder vierte, gewaltsam geführt."

(Konfliktbarometer des HIIK).

Soweit die Diagnose, nur die Heilung ist anscheinend noch nicht in Sicht.

http://www.hiik.de/de/konfliktbarometer.htm

 

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3 *** Anregung für die grauen Zellen: Kreativitäts-Datenbank

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Es gibt noch Internetseiten, da bricht bei mir der blanke Neid aus - was

für jemanden wie mich, der zu oft schlaue Ratschläge für das Internet-

marketing gibt, wahrlich kein angenehmes Gefühl ist ;o)

Nun gut, hier ist, ganz neidlos, die absolute Top-Seite für alle, die

Anregungen zur Nutzung des eigenen kreativen Potentials suchen.

Einziger Wehrmutstropfen, sie ist nur in Englisch verfügbar.

Es ist halt nix perfekt (uff...)

 

http://www.directedcreativity.com/pages/ToolKitFrameset.html

 

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4 *** Friedensforschung im Überblick

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Die folgende Liste übernehme ich dankbar und mit Anerkennung dem

leider eingestellten "Reformbrief" der Wochenzeitung ZEIT.

(Die ZEIT-Redakteure beklagen, dass sich mit Ihrem Newsletter kein

Geld verdienen ließ. Da hat jemand wohl das Prinzip im Internet immer

noch nicht mitbekommen. Dabei steht`s doch schon in der Bibel, Leute:

Geben ist seliger denn nehmen! Und wer das jetzt moralisch versteht,

ist selbst schuld.)

 

***Friedensforschung: Deutsche Institute und

Informationsquellen***

 

Das "Institut fuer Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der

Universitaet Hamburg (IFSH)" wurde lange von Egon Bahr geleitet.

Eine Reihe von Artikeln und Gutachten koennen im Volltext oder in

Zusammenfassungen als PDF-Dateien heruntergeladen werden.

Link: http://www.ifsh.de/

 

Die "Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung" hat sich

(wie die meisten dieser Institutionen) anfaenglich vor allem dem

Ost-West-Konflikt gewidmet. Der neue Forschungsschwerpunkt traegt

den Titel "Antinomien des demokratischen Friedens". Zur aktuellen

Entwicklung kann man zum Beispiel die Debattenbeitraege zu einem

Forum am 9. Oktober mit dem Titel "Terror gegen die USA - Was ist

geschehen? Was ist zu tun?" lesen.

Link: http://www.hsfk.de/

 

"Schwerter zu Pflugscharen" koennte das Motto des "Internationalen

Konversionszentrums Bonn" lauten. Denn hier geht es um die

"Umwidmung ehemals militaerisch genutzter Potentiale fuer zivile

Aufgaben". Liegt auf den ersten Blick nicht gerade im Trend - aber

man denke zum Beispiel an die zahlreichen Liegenschaften, die im

Rahmen der Bundeswehrstrukturreform einer neuen Nutzung

entgegensehen. Ausserdem geht es um Themen wie die Entsorgung und

Verschrottung alter Waffen, neue Lebenslaeufe fuer ehemalige

Soldaten, ein Umdenken bei militaerischer Forschung und

Entwicklung.

Link: http://www.bicc.de/deutsch/

 

Das "Institut fuer Entwicklung" und Frieden" an der Universitaet

Duisburg gibt unter anderem das Jahrbuch "Globale Trends" (Fischer

Taschenbuch) und das "Jahrbuch Menschenrechte" (Suhrkamp

Taschenbuch) heraus. Die Beitraege der Schriftenreihe INEF Reports

sind kostenlos als PDF-Dateien herunterzuladen.

Link: http://www.uni-duisburg.de/Institute/INEF/

 

Der Vollstaendigkeit halber muss an dieser Stelle auch die

Forschungsstaette der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST)

erwaehnt werden, die mit den vorgenannten Instituten gemeinsam das

jaehrliche Friedensgutachten herausgibt und auch sonst haeufig

gemeinsam mit ihnen genannt wird. Auf dem Website der

Forschungsstaette ist allerdings wenig Material zu dieser Arbeit

zu finden (oder habe ich etwas uebersehen...?)

Link: http://www.fest-heidelberg.de/

 

Das European Centre of Minority Issues (ECMI) in Flensburg

beschaeftigt sich mit der Minderheitenproblematik. Es gibt das

"Journal on Ethnopolitics and Minority Issues in Europe (JEMIE)"

heraus und ist beteiligt an COMIR, einer umfangreichen Datenbank

mit Quellen zu verschiedenen Minderheiten. Ein weiteres Projekt -

gemeinsam betrieben mit der Universitaet Cambridge und Carnegie

Corporation - beschaeftigt sich mit Machtverteilung und

Selbstbestimmung in komplexen ethnischen Kontexten.

Link: http://www.ecmi.de

Jemie: http://www.ecmi.de/jemie/

Comir: http://lgi.osi.hu/comir/

 

 

***Friedensforschung: Internationale Institute und

Informationsquellen***

 

Haeufig in der deutschen Presse zitiert wird das renommierte

"Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI)". Die

Schriften des Instituts erscheinen im Normalfall in der "Oxford

University Press" und ausser einigen wenigen 'fact sheets' gibt es

so gut wie keine Unterlagen, die kostenlos ueber das Internet

zugaenglich gemacht werden.

Link: http://www.sipri.se/

 

Eine der weltweit fuehrenden Adressen ist das Londoner

"International Institute for Strategic Studies". Leider auch hier

nur wenige Leseproben - unter anderem ein Artikel ueber die "Neue

Deutsche Aussenpolitik".

Link: http://www.iiss.org

Artikel: http://www.iiss.org/stratcom/sc.asp

 

Die "Forschungsstelle fuer Sicherheitspolitik und Konfliktanalyse"

an der ETH Zuerich betreibt das "International Relations and

Security Network", ein Portal mit zahlreichen Unterlagen, Terminen

und Links zum Thema Sicherheitspolitik.

Link: http://www.fsk.ethz.ch/

Link: http://www.isn.ethz.ch/

 

Das "Incore"-Projekt, das gemeinsam von der nordirischen

Universitaet Ulster und der Universitaet der Vereinten Nationen

betrieben wird, betreibt ein Info-Portal mit Links und

Informationen zu allen wichtigen Institutionen, Programmen,

Zeitschriften etc. zur Friedens- und Konfliktforschung

Link: http://www.incore.ulst.ac.uk/

 

(Quelle: ZEIT Reformbrief vom 23.11.01)

 

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5 *** Gedanken von Carl Rogers zur Kommunikation

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Carl Rogers, Begründer der humanistischen Psychologie und der

Gesprächstherapie ist einer der geistigen Väter der klientenzentrierten

Mediation. Daher schadet es nicht, wenn Mediatoren mal einen

Originalartikel von ihm gelesen haben.

Auf einer ansonsten scheintoten Homepage zum Thema "Gewalt-

freie Kommunikation" findet Ihr einige wirklich lesenswerte Artikel von

Carl Rogers (und von Marshall Rosenberg, teilweise übersetzt) zum

Thema einfühlsame Kommunikation.

http://www.aluvia.com/rogers1-deu.html

 

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Wenn Dir der Mediations-Newsletter gefällt, empfiehl ihn doch weiter!

Einfach diesen Newsletter an Freunde und Bekannte per Email weiterleiten.

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6 *** Neue Mediationsausbildungen des Institut Sikor

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Unsere neuen Mediationsausbildungen sind terminiert und im Netz!

Die berufsbegleitende Ausbildung Mediation beginnt im Mai 2002,

die Intensiv-Ausbildung (Wirtschafts-)Mediation im August 2002.

Nähere Informationen sind zu finden unter

http://www.institut-sikor.de/seminare.htm

 

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7 *** Kreativität und Intuition in der Konfliktlösung (Artikel von Debra

Gerardi)

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Mediatoren sind Improvisateure, das macht diesen Beruf ja so

spannend. Wenn in einer Mediation "die Luft raus ist", alles

gesagt wurde und trotzdem keine Einigung in Sicht ist, die Klienten

hoffnungsvoll auf die Mediatorin schauen - dann wünscht

sie sich eine große Portion Kreativität und Intuition.

Nur woher nehmen?

Debra Gerardi hat einen schönen Artikel dazu verfasst, zu lesen auf

der Website von Mediate.com. Viel Vergnügen!

 

Developing Creativity and Intuition for Resolving Conflicts:

The Magic of Improvisation

By Debra Gerardi, JD, MPH, RN

http://www.mediate.com/articles/geradi.cfm

 

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ANMELDUNG LÄUFT

Berufsbegleitende Ausbildung Mediation 2002, Beginn Mai 2002

Intensiv-Fortbildung Mediation für Führungs-

kräfte, Berater- und TrainerInnen - Beginn August 2002

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Institut Sikor. mediation training

Ginsterweg 1 - 31595 Steyerberg

Telefon: ++49 - (0)5764 - 94288-3 (Büro, AB), Fax: - 4, privat: -5

http://www.institut-sikor.de

info@institut-sikor.de

Wir sind anerkannte Mediatoren (BM) bzw. Ausbilder (BM)

Mitglied im Bundesverband Mediation (BM) (www.bmev.de) und

in der Centrale für Mediation (www.centrale-fuer-mediation.de)