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***** Der Mediation-Newsletter Nr. 17 *****
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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training. Die Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.
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Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 17
1 *** Der Un-/Sinn von Ärger
2 *** Mediation im Bauwesen - Vortrag
3 *** Mediationskongress 2002
4 *** FamilienMEDIATION - Ihre gesetzliche Verankerung durch Wissenschaft und Politik (Tagung)
5 *** Virensichere E-Mail
6 *** Mediationsforum Unterfranken
7 *** Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation - Regionalgruppe Nordwest
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Liebe Freunde und Kolleginnen,
Mediation allerorten, so scheint es zur Zeit. In der Zeitschrift "ManagerSeminare" wurden 17 Ausbildungsinstitute allein für Wirtschaftsmediation aufgelistet. Allerdings ist nicht annähernd klar, was das Besondere an der Wirtschaftsmediation sein soll, und ob sie sich von "normaler" Mediation unterscheidet - was ich glatt bestreite. Wenn Menschen sich streiten, habe ich bisher keine signifikanten Unterschiede zwischen geehelichten Lebensgefährten oder arbeitstechnischen Leidensgefährten festgestellt.
Anscheinend verfestigt sich jedoch der Trend, Konflikte und deren Klärung ernst zu nehmen - was ich wiederum höchst erfreulich finde!
In diesem Sinne, freuen wir uns über die wachsende Anerkennung!
Herzliche Grüße
Markus Sikor
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1 *** Der Un-/Sinn von Ärger
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"Manchmal will ich mich aber ärgern und dem anderen meinen Ärger an den Kopf werfen! Danach fühle ich mich viel besser!" Diese Reaktion erlebe ich häufig in Seminaren, wenn es um das Thema "Ärger vollständig ausdrücken" geht - was, nebenbei bemerkt, nicht (!) heißt, dem anderen seinen Ärger oder Schlimmeres an den Kopf zu werfen.
Das Gefühl "Ärger" ist sinnvoll und natürlich, es macht uns darauf aufmerksam, dass wichtige Bedürfnisse nicht erüllt sind - das Problem ist nur, dass beim Ausdruck des Ärgers unser Verstand dazwischenfunkt, der glaubt, die äußeren Umstände (der Chef, Nachbar, Ehemann - bitte selbst ergänzen) sind "schuld" an diesem Gefühl. Dieses Problem läßt sich, denke ich, nicht (einfach) lösen - von Amputationen abgesehen. Solange wir denken wird unser Verstand in seinen üblichen Strukturen funktionieren. Wer aber die negativen Folgen von unbearbeitetem Ärger kennt, wird vielleicht nach sinnvolleren Alternativen Ausschau halten.
Starke Ärger- und Wutgefühle sind auf die Dauer ungesund, denn Ärger bedeutet starken Streß für den Körper. Die dabei ausgelösten Körperreaktionen (Hormonausschüttung, Blutdruckanstieg, Senkung der Immunabwehr) sind eine Belastung für die Gesundheit - wer sich darüber informieren möchte findet z.B. in unter diesen Links einige Hinweise:
http://www.tk-online.de/docs/broschueren/stress.pdf
http://www.brueckenbauer.ch/INHALT/0114/14akt2.htm#Buchtipp
Dass viele Arten der "Streßbewältigung" ungesund sind, ist allgemein bekannt, ich nenne nur Streß-Rauchen, -Trinken, -Essen.
Der übliche Ausdruck von Ärger hilft also tatsächlich niemandem, und mir selbst am wenigsten. Das gute Gefühl, nach dem "Rauslassen" des Ärgers beruht meiner Meinung nach darauf, dass dies für viele Menschen eine der seltenen Möglichkeiten des "Selbstausdrucks" ist. Das wiederum finde ich sehr traurig, denn ich würde mir wünschen, daß wir im Alltag und Beruf mehr Möglichkeiten hätten, uns selbst mit allen Facetten auszudrücken - nicht nur dann, wenn wir uns ärgern.
Die vertiefte Beschäftigung mit diesem interessanten Gefühl ist für alle Kommunikationsverbesserer also dringend angesagt. Meine Topempfehlung dafür ist und bleibt die "Gewaltfreie Kommunikation" nach Dr. Marshall Rosenberg (http://www.cnvc.org). Sein "Ärgerkonzept" ist für mich überzeugend und ... es wirkt!
Ansonsten gibt es natürlich einen reichen Internetfundus zum Thema:
So z.B. die Internetseite zur Emotionalen Intelligenz (noch im Aufbau, aber vielversprechend):
http://www.eq2u.de/top.php
Die "Depressions-Sprechstunde" befaßt sich gleichfalls mit dem Thema Ärger. Viele Menschen projezieren Ärger nicht nach außen (die Anderen sind schuld) sondern nach Innen (ich bin schuld), was nach Forschungsergebnissen der Beginn vieler Depressionen ist.
http://www.depressions-sprechstunde.de/index.htm
Vertieft angegangen wird das Thema Aggression auf der Seite von Dr. Dutschmann, wo es - wissenschaftlich fundierte - Tips für den Umgang mit heftigen Gefühlen gibt.
http://www.drdutschmann.de/Praxistipps/Gelassenheit/gelassenheit.html
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2 *** Mediation im Bauwesen - Vortrag
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In Hamburg informieren vier Kammern (Handelskammer, Handwerkskammer, Architektenkammer und Ingenieurkammer-Bau) über den Einsatz von Mediation bei Streitigkeiten im Bauwesen.
Allerdings bin ich mir nach Lektüre der Vortragsankündigung nicht sicher, ob die Referentinnen und ich das gleiche Verständnis von Mediation haben.
Zitat: "Der Mediator/die Mediatorin ist streng neutral, erkennt Konfliktpotential in Vertragswerken oder während des Bauprozesses und kennt Methoden der Entschärfung. Ist der Streit unabwendbar, schlichtet er/sie ohne Gerichte schnell, kostengünstig und im Interesse aller Beteiligten. Den Streitenden bleibt auch danach der Weg zum Gericht offen" Zitat Ende.
Mein Kommentar:
1. Mediatoren sollten nicht "streng neutral" sondern "allparteilich" sein. Der Begriff "Neutralität" erzeugt meiner Meinung nach ein falsches Bild von der Rolle der Mediatoren. Neutral klingt nach "objektiver Beurteilung von außen" - was es nicht gibt, schon gar nicht in Konflikten.
1. Die Referentinnen sind laut Ankündigung Dipl.-Ingenieure und sollten sich daher hüten, "in Vertragswerken Konfliktpotential zu erkennen". Sonst könnte ihnen schnell eine Abmahnung wegen unerlaubter Rechtsberatung ins Haus flattern. Hier wird anscheinend Mediation mit Konfliktberatung verwechselt.
2. Mediation ist keine Schlichtung - auch wenn Herr oder Frau Ingenieur/in vielleicht zu wissen meint, wie die "beste Konfliktösung" aussehen sollte - es ist nicht Aufgabe einer Mediatorin, einen Schlichtungsvorschlag (womöglich noch verbindlich) zu machen.
Wer trotz - besser, wegen ;o) - meiner Vorurteile immer noch zu dem Vortrag gehen möchte, hier die Daten:
Ort: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, Albert-Schäfer-Saal
Termin: Mittwoch, 13. Februar 02, 17.00 bis 19.00 Uhr
Kostenloser Eintritt
Und ich freue mich natürlich über Berichte!
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3 *** Mediationskongress 2002
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Ich bin ja kein "Kongress-Mensch", aber die Rückmeldungen, die ich von den vergangenen Mediationskongressen hörte, waren immer recht positiv. Also, wie jedes Jahr auch dieses Jahr, der Mediationskongress der Centrale für Mediation, diesmal in Nürnberg.
Mediationskongress 2002 in Nürnberg.
"Mediation lohnt sich - für Medianten, für Mediatoren, für Wirtschaft und Gesellschaft"
13. - 14. September 2002
(Programm folgt)
Info: Centrale für Mediation,
Postfach 511026,
50946 Köln.
Tel. 0221/93738-656 (Angelika Horwat)
Fax: -969.
E-Mail: horwat@otto-schmidt.de
Für Mediatoren paßt ja eigentlich eher "Mediation entlohnt sich", oder? Ich weiß, ich denke mal wieder ans Geld, aber nicht nur, ehrlich!
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4 *** FamilienMEDIATION - Ihre gesetzliche Verankerung durch Wissenschaft und Politik
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Wer sich wohl diese Titel ausdenkt? Klingt ja derart spannend, dass ich mir gleich ein neues Antistressprogramm ausdenken muß ;o).
FamilienMEDIATION - Ihre gesetzliche Verankerung durch Wissenschaft und Politik, Bad Boll. 1. - 3. Mai 2002
Info/Anmeldung: Evangelische Akademie, Akademieweg 11, 73087 Boll.
Tel. 07164/79-0,
Fax: -440.
http://www.ev-akademie-boll.de
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5 *** Virensichere E-Mail
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Eine völlige Sicherheit vor Computerviren gibt es nicht, jedoch gibt es relativ sichere und sehr unsichere E-Mail-Programme. Die von der Mehrheit der Anwender benutzen Programme Outlook und Outlook-Express gehören - wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann - leider zu den sehr unsicheren Programmen.
Ich bin gerade auf ein neues E-Mailprogramm namens Post-Me umgestiegen und bin schlichtweg begeistert!
Post-Me ist ein vielfach ausgezeichnetes Shareware-Programm. Dass heißt, das Programm wird kostenfrei verteilt, wer es jedoch langfristig nutzen möchte, zahlt eine Registrierungsgebühr (von Euro 25,-).
Post-Me bietet gute Sicherheit vor E-Mail-Viren (natürlich sind Virenscanner und eine Fire-Wall trotzdem Pflicht), da es bspw. HTML-Mails nicht automatisch öffnet, Anhänge mit kompletter Dateiendung anzeigt und diese niemals automatisch öffnet (und dann auch nur nach vorheriger Warnung). Das Adressbuch ist nicht wie bei Outlook und Konsorten eng mit Windows vernetzt, so dass ein Virus sich nicht so leicht über das Adressbuch verteilen kann.
Daneben bietet Post-Me umfangreiche Möglichkeiten, E-Mail effektiv und zeitsparend zu nutzen. Mit den frei definierbaren Filtern für Mails lassen sich bspw. automatische Antworten mit passenden E-Mail-Vorlagen je nach Subject oder Absender von eingehenden Mails erstellen - was wirklich Arbeit erspart. Auch die Einrichtung eines eigenen Newsletters ist sehr einfach, mit automatischer An-/Abmeldung.
Verschiedene sog. Plug-Ins (kleine Programme)ermöglichen z.B. den Mailaccount vor dem Herunterladen von Mails zu checken und evtl. Mails zu löschen (gut für die lieben Freunde, die einem Bilder vom Urlaub mit 10 MB schicken) oder einen "Daten-Extractor" für die Übernahme von Mail-Daten in eine Datenbank.
Wer umsteigen möchte, sollte sich das Programm herunterladen und vor einem kompletten Umstieg den korrekten Export und Import von Mails (weniger wichtig) und Adressen (sehr wichtig) prüfen. Meine Erfahrung: Der Export/Import von E-Mail-Adressen von Outlook Express nach Post-Me hat gut geklappt, der Mailexport von Outlook Express war jedoch nicht möglich wegen einer kryptischen Fehlermeldung.
Auf der Homepage von Post-Me (http://www.postme.de) findet sich eine umfangreiche Beschreibung und auch Tips für den Umstieg.
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6 *** Mediationsforum Unterfranken
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Susanne Ehrenspeck informiert über eine neue mediative Regionalgruppe:
"Wir, das Mediationsforum Franken, sind eine Gruppe von ausgebildeten Mediatoren im Raum Franken, die sich einmal im Monat treffen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und an mitgebrachten Fällen zu üben, ihre Fertigkeiten in der Mediation zu verbessern. Wir haben auch eine eigene Homepage unter http://www.mediationsforum-franken.de auf der Sie neben der Information über unsere Arbeit auch die Termine für unsere monatlichen Treffs finden."
Danke für den Hinweis und viel Erfolg!!
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7 *** Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation - Regionalgruppe Nordwest
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Am 6. Februar haben sich 10 Menschen getroffen, mit dem Ziel, die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg (http://www.cnvc.org) weiter zu fördern und zu verbreiten.
Zu diesem Zweck ist geplant einen weiteren Knotenpunkt im Netzwerk der Gewaltfreien Kommunikation hier im Lebensgarten Steyerberg (http://www.lebensgarten.de) zu gründen.
Die bestehenden Zentren (bzw. Einzelpersonen) sind in
Berlin (http://www.gewaltfrei.de/berlin.htm),
München (http://www.netzwerk-gewaltfrei.net/)und in
Krastel (Beate Ronnefeldt) (http://www.gewaltfrei.de/krastel.htm)
Interessenten im Nord(west)deutschen Raum sind herzlich eingeladen zu Mitarbeit, Kontakt und Austausch.
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Das war`s für diesmal. Danke für die Aufmerksamkeit!
Alles Gute
Markus Sikor