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***** Der Mediation-Newsletter Nr. 18 *****
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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training. Die Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.
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Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 18
1 *** Marketing mit Herz
2 *** Leiden Kinder durch eine Scheidung?
3 *** Lust auf einen Beruf als Berufung?
4 *** Gewaltprävention im Kindergarten
5 *** Herzliche Links im Internet
6 *** Jahrestagung des Bundesverband Mediation e.V.
7 *** Buch: Die Herzintelligenz nutzen
8 *** "Ich doch nicht!"
9 *** Achtung Homepagebesiter: Neues Teledienstgesetz
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Liebe Freunde und Kolleginnen,
alles was wir tun, können wir mit "Herz" tun, d.h. mit Kontakt zu unseren Gefühlen. Da ich meine Arbeit als einen Beitrag zu mehr "Herzlichkeit" in der Welt sehe, ist dies also ein "Herz-Newsletter" geworden.
Herz(!)liche Grüße
Markus Sikor
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1 *** Marketing mit Herz
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Die meisten Mediatorinnen und Trainer, die ich kenne, gehen bei Ihrem Marketing mehr oder weniger so vor:
1. Was ist mein Angebot?
2. Wieviel kostet es?
3. Wie kann ich Kunden überzeugen, mich zu kaufen?
Ich habe das lange Zeit auch so gemacht und irgendwann gemerkt, dass es mir dabei schlecht ging. Ich war unzufrieden, hatte den Eindruck, mich verbiegen zu müssen, um in ein diffus definiertes Marktgeschehen zu passen.
Nach einem inspirierenden Telefongespräch mit meinem Freund Gerhard kam mir die Idee, dass ich mein Marketing von Grund auf umdrehen umdrehen möchte. Ich würde das "Marketing mit Herz" nennen. Dafür habe ich die Fragen umformuliert:
1. Was möchte ich der Welt von Herzen geben?
2. Mit welchen Menschen in welchen Institutionen möchte ich am liebsten zusammenarbeiten?
3. Was möchte ich als Ausgleich für meinen Einsatz bekommen?
1. Frage: Was möchte ich der Welt von Herzen geben?
Merkst Du den Unterschied? Wenn Du die Frage so stellt, bringst Du den Focus auf DEINE EINZIGARTIGKEIT. Die Frage "Was möchte ICH der Welt geben?" macht deutlich, dass wir alle etwas ganz Spezifisches und Eigenes haben, das wir geben können. Ich z.B. habe festgestellt, dass ich selbst in mir ein Potential sehe, zu Frieden und Verständigung beizutragen - und dabei witzig, humorvoll und "leicht" zu bleiben.
Was siehst Du als Dein einzigartiges Potential? Was würdes Du von Herzen geben wollen?
2.Frage: Mit welchen Menschen möchte ich am liebsten zusammenarbeiten?
Es gibt ohne Zweifel Menschen, mit denen ich nicht zusammenarbeiten möchte. Aber das hilft mir wenig weiter, weil es ein Negativ-Kriterium ist. Ich für mich kann sagen, dass mir Menschen / Organisationen am liebsten sind, die etwas zu einem friedlicheren, menschlicheren Leben beitragen möchten, Menschen, die Ihr "Herz zeigen" können und wollen. Oder wie mein Freund Gerhard das ausdrückte: "Ich mache spannende Arbeit, also will ich mit Organisationen und Unternehmen arbeiten, die auch was Spannendes machen!" Wie sieht Deine Wunschklientel aus?
3. Was möchte ich als Ausgleich für meinen Einsatz bekommen?
Der Ausgleich heißt in dieser Welt meistens: Geld
Geld ist jedoch leider ein minderwertiges Medium um menschliche Bedürfnisse wie Nähe, Kontakt, Freundschaft, Unterstützung etc. zu befriedigen. Das Geld als Motivation auf dieser Ebene nicht funktioniert beweisen viele Studien über Motivation. Echte Herzlichkeit läßt sich eben nicht kaufen.
Ich brauche Geld für die Erfüllung meiner Bedürfnisse nach Unterkunft, Ernährung, Sicherheit (in Grenzen!) etc. und auch für manchen schönen Luxus - den ich genieße! Und ich habe festgestellt, dass ich in meiner Arbeit Bedürfnisse erfüllt bekomme, die ich mir niemals mit Geld kaufen könnte:
Freundschaft, Unterstützung, menschlichen Kontakt, Feste feiern, Sinn, Spiritualität...
Überlege Dir selbst, welche Bedürfnisse Du Dir mit Deiner Arbeit erfüllst - und für welche Tätigkeiten Du einen Ausgleich in Geld haben möchtest und wie hoch dieser Ausgleich sein sollte.
Die Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation Christa Morf hat ihre Honorarwünsche mal so formuliert: "Gebt mir das, was Ihr mit der Freude von Kindern geben könnt, die Enten füttern."
Mit diesen drei Fragen kannst Du Dein Marketing auf eine feste, weil mit DIR und DEINEN Werten und Bedürfnissen verbundene Basis stellen. Von dieser Basis aus kannst Du dann "mit Herz" handeln. Aber dazu mehr im nächsten Newsletter - ich bin nämlich gerade dabei, ein sehr spannendes Buch zu diesem Thema zu lesen, welch ein "Zufall"?!
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2 *** Leiden Kinder durch eine Scheidung?
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Vor kurzem sind zwei der umfangreichsten Studien zu dieser Frage ausgewertet und vorgestellt worden. Kurz gesagt lautet der gemeinsame Nenner der durchaus sehr unterschiedlichen Ergebnisse: Mindestens 25% der Kinder tragen durch die Scheidung negative Folgen, im Vergleich zu "Nicht-Scheidungs-Kindern".
Ein Artikel des Online-Magazins "Mediate" kommt daher zu dem Schluß, dass eine Unterstützung von Scheidungspaaren z.B. durch eine Mediation für das Wohlergehen von Kindern sehr wünschenswert wäre.
Den Artikel über die beiden Studien findet Ihr unter:
http://www.mediate.com/fam/wintereditorial.cfm
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3 *** Lust auf einen Beruf als Berufung?
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Nur wer jemals eine Mediation durchgeführt hat, kennt das unglaublich befriedigende Gefühl, wenn nach einer erfolgreichen Mediation vormals zerstrittende Menschen friedlich auseinander gehen, und man sich als Mediator sagen kann: "Es war anstrengend, aber gut!"
Wer es lernen möchte, noch sind in unseren diesjährigen Ausbildungen Plätze frei.
Die Berufsbegleitende Ausbildung Mediation beginnt am 3. Mai 2002.
Die Intensvi-Ausbildung Mediation für Führungskräfte, Trainer- und BeraterInnen beginnt am 9. August 2002.
Infos und Anmeldung unter http://www.institut-sikor.de/seminare.htm
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4 *** Gewaltprävention im Kindergarten
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Auch als begeisterter Mediator muß ich (leider) feststellen: Mediation hat nur einen begrenzten Präventionscharakter. Die Klienten sind zwar nach einer erfolgreichen Mediation entspannter und zufriedener, jedoch haben sie meist wenig davon mitbekommen, was eigentlich in der Mediation passiert ist und weshalb sie "funktioniert".
Zukünftig möchte ich daher gerne den Präventionscharakter in meiner Arbeit verstärken.
Zusammen mit meinem Freund und Kollegen Dr. Gerhard Rohthaupt (http://www.visionenundwege.de) haben wir ein Konzept auf Basis der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Dr. Marshall Rosenberg entwickelt, dass wir nun für Fortbildungen zum Thema Gewalt- und Konflitkprävention anbieten.
Erstmals werden wir das Konzept in einer Fortbildung für ErzieherInnen in Göttingen einsetzen, wo das Interesse zu meiner Freude sehr groß sind. Das Kindergartenprojekt zur Gewaltprävention werden wir dokumentieren - wer sich dafür interessiert, wende sich bitte an mich oder an Gerhard Rohthaupt (Email: info@visionenundwege.de).
WeitereInformationen über die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. M. Rosenberg findet Ihr unter
http://www.institut-sikor.de/nvc.htm
http://www.cnvc.org
http://www.gewaltfrei.de
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5 *** "Herzliche" Links
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Es gibt für (fast)jedes Problem auf dieser Welt schon eine Lösung - wer`s nicht glaubt, findet auf "Norbert`s Homepage für eine bessere Welt" ein paar Tips.
http://www.bessereweltlinks.de/index.htm
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6 *** Jahrestagung des Bundesverband Mediation e.V.
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Zehn Jahre Bundesverband Mediation e.V.! Dieses Ereignis feiern die Mitglieder des BM vom 1.-5. Mai in Minden. Sowohl die aktuelle Weltlage als auch die Zukunft der Mediation werden in Workshops und Gesprächen Anlaß der Reflexion und des Austauschs unter den Anwesenden.
Informationen gibt`s auf Anfrage beim Bundesverband Mediation per Email: info@bmev.de
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7 *** Buch: Die Herzintelligenz nutzen
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Doc Childre beschreibt eine einfache Art der Meditation, um in Streßsituationen den Kontakt "zum Herzen wiederherzustellen" und positive, intuitive (herzgemäße) Lösungswege zu finden. Wie oft in amerikanischen Lebensberatungsbüchern wird der Effekt nach meinem Geschmack etwas zu übertrieben dargestellt. Trotzdem bin ich von der Einfachheit der Methode angetan - selbst bei mir hat sie "funktioniert".
Wer`s ausprobieren möchte ...
"Die Herzintelligenz entdecken", Doc Childre, VAK Verlag, 2000
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8 *** Ich doch nicht!
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"Ich doch nicht..." (geschickt von Friedericke Erhard)
Sehr häufig sagen wir Sätze wie z.B. "Nicht dass ich etwas gegen Frau Ludwig habe..." oder "Ich will ja gar nichts gegen die Partei xyz sagen..." oder "Ich bin ja auch gar nicht sauer, weil..."
Diese "Ich doch nicht..."-Sätze sind sehr spannend! Da wird ganz ausdrücklich etwas weit von sich gewiesen - man hat nichts gegen die Person, die Gruppe, gegen Ausländer, Frauen am Steuer und man ist nicht sauer, verletzt, beleidigt usw. ...
Ich bin inzwischen sehr hellhörig geworden was solche Aussagen bei anderen, aber vor allem auch bei mir selbst angeht. Sehr häufig scheint nämlich genau das, was wir da mit einer großen Geste von uns weisen, exakt auf uns zuzutreffen.
"Ich will mich ja nicht beschweren, aber Ihre Kinder sind ganz schön laut." - Ist das nicht ein Satz, der eigentlich sehr deutlich macht, dass es dieser Person genau darum geht, sich über die Kinder zu beschweren?
"Nicht dass ich dir Schuldgefühle machen möchte, aber du bist ja gar nicht mehr Zuhause." - Dient diese Aussage nicht gerade dazu, dem anderen ein schlechtes Gewissen zu machen - und mehr noch: ist das nicht vielleicht genau die Absicht des Gesagten?
Obwohl wir das alle natürlich gar nicht nötig haben, könnte jeder unserer "Ich doch nicht..."-Sätze ab sofort eine gute Möglichkeit sein, sich selbst immer besser kennen zu lernen.
Achten Sie doch einfach mal darauf, wenn Sie das nächste Mal wieder etwas ganz weit von sich weisen - trifft genau das nicht vielleicht gerade den Nagel auf den Kopf?
(Aus: Zeit zu leben - Newsletter vom 16. März 2001 - Nr. 120)
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9 *** Achtung Homepagebesiter: Neues Teledienstgesetz
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Seit dem 01.01.2002 ist ein neues Teledienstgesetz (TDG) in Kraft, welches die Anbieter von Homepages dazu verpflichtet, wichtige Angaben zum Betreiber auf der Homepage zu veröffentlichen. Dazu zählen u.a. der vollständige Name, eine ladungsfähige Anschrift, Telefon- und Faxnummern, eine Emailadresse sowie bei Firmen die Handelsregisternummer, die Umsatzsteueridentifikationsnummer etc.
Bei Nichtbeachten dieser Vorschrift können Geldstrafen bis zu 50.000 Euro drohen.
Hier einige Links zum Gesetzestext:
http://www.bfd.bund.de/information/info5/info5125_c.htm
http://www.netlaw.de/gesetze/tdg.htm
Einige Hinweise dazu, wie Ihr Eure Homepage korrekt gestalten, findet Ihr hier
http://www.ecin.de/recht/informationspflichten/
http://www.cybercourt.de/online/www11.htm
http://www.abmahnungswelle.de/journaltxt/show.shtml?972
(Information mit Dank übernommen aus: Newsletter des Providers "Manitu")
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Das war`s für diesmal. Danke für die Aufmerksamkeit!
Einen schönen und herzerfrischenden Frühling wünscht
Markus Sikor