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***** Der Mediation-Newsletter Nr. 20 *****

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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training. Die Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.

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Dieser Newsletter geht an 680 Leserinnen und Leser.

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Inhalt Mediation-Newsletter Nr. 20

1 *** Qualitätssicherung in der Mediationsausbildung

2 *** Kooperative Lärmsanierung in Wien

3 *** "Max rülpst!" Der kleine Erziehungsratgeber

4 *** Terry Waite: A Study In Authenticity

5 *** Intuition - Bessere Entscheidungen treffen (Neues Seminar)

6 *** We can work it out - The Beatles and Mediation

7 *** Word-Dokumente in PDF umwandeln - kostenlos!

8 *** Der Newsletter geht in Babypause!

 

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Liebe Freunde und Kolleginnen,

ich und meine Familie sind zur Zeit in einer Veränderungsphase, soll heißen, wir bekommen a) nochmals Nachwuchs und b) nutze ich diese Phase der geringeren (Trainings-)Belastung für eine Konkretisierung meiner persönlichen Vision. Ich bleibe zwar der Mediation treu, werde meine/unsere Arbeit jedoch vermehrt in Richtung Kooperationstraining, Konfliktprävention und "Gewaltfreier Kommunikation" (Dr. Rosenberg) entwickeln. Neu hinzu kommt der Bereich "Intuitives Arbeiten und Beraten", für den eine neue Homepage am Entstehen ist.

Der nächste Newsletter wird daher (wahrscheinlich) im neuen Gewand (d.h. Namen) erscheinen, um damit das erweiterte Bild unserer Arbeit zu repräsentieren. Ich hoffe, er erfüllt auch dann weiterhin Eure Interessen und Bedürfnisse.

Herzliche Grüße

Markus Sikor

 

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1 *** Qualitätssicherung in der Mediationsausbildung

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Die Ausbildungsszene in Deutschland hat mit der deutschen Steuergesetzgebung zumindest eines gemeinsam: Sie ist ziemlich unübersichtlich. Da kann sich jemand nach 40 Stunden Wissensinfusion an zwei Wochenenden Mediatorin nennen, es gibt "Tüv-zertifizierte Ausbildungen"; die einen Ausbilder meinen, dass Mediation(sausbildung) "kein Selbsterfahrungstrip" ist, andere schreiben sich die "ganzheitliche Ausbildung" auf die Fahnen.

Ich glaube, dass die vielfältigen Anstrengungen zur "Qualitätssicherung" (z.B. der Mediationsverbände) wenig Aussicht auf Erfolg haben, zumindest im Sinne einer Sicherung der Ausbildungsqualität. Ich plädiere dafür, die Qualitätsauswahl (wie in anderen Bereichen auch) dem selbstverantwortlichen Kunden zu überlassen und höchstens durch (weite) Rahmenregeln eine bestimmte "Grundqualität" abzusichern. Welche Grundqualitäten ich meine und warum ich eine weitergehende Regulierung für wenig hilfreich halte, habe ich in einem Artikel beschrieben, der in seiner ganzen Länge auf unserer Homepage zu lesen ist.

http://www.institut-sikor.de/artikel.htm

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2 *** Kooperative Lärmsanierung in Wien

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Eine österreichische Kollegin hat mir dankenswerterweise folgenden Hinweis gemailt:

Das EU-LIFE-Projekt SYLVIE hat seit seinem Beginn 1999 für eine Reihe innovativer und Aufsehen erregender Lösungen für Lärmprobleme gesorgt. In Mediationsverfahren wurden LärmverursacherInnen und Lärmgeplagte an einen Tisch geholt, das LOIS (LärmOnlineInformationsSystem) der Stadt Wien leistet im www seit Dezember 2001 Erste Hilfe bei Lärmproblemen, beinahe zu allen Arten von Lärmkonflikten entwickelte SYLVIE kooperative Lösungen und begleitete deren Umsetzung.

Der Mut zu neuen Wegen, den die Stadt Wien mit dem LIFE-Projekt SYLVIE bewiesen hat, zahlt sich aus: Die Erfolge von SYLVIE lassen sich sehen – und hören! Wien führt damit international neue Methoden in die Lärmsanierung ein, deren Erfolge bei ExpertInnen in ganz Österreich bereits für große Aufmerksamkeit sorgte. Die Stadt Wien wird nun die Ergebnisse und Erfahrungen einem internationalen Publikum präsentieren, um so der Lärmsanierung in Europa neue Impulse

Hier die Website:

http://www.plansinn.at/sites/sylvie/html/news/news_tb.htm

Vielen Dank an Frau Annika Schönfeld vom Team SYLVIE

 

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3 *** "Max rülpst!" Der kleine Erziehungsratgeber

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Wer mich kennt, der weiß - wenn ich etwas nicht ertrage, dann sind es platte Sprüche zum Thema "Erziehung von Kindern". Meine (wenig beliebte) Meinung zum Thema lautet: Zuerst sollte sich die Eltern "erziehen" - d.h. ihr Leben auf die Reihe bekommen, sich über ihre Werte im Klaren sein, integer leben etc.pp. - danach sollten Eltern lernen, klar und einfühlsam zu kommunizieren und erst dann sollten Eltern (ich schließe mich da ein!) daran denken, ihre Kinder zu "erziehen".

Trotzdem: Ich habe im Internet einen Text entdeckt, der mich begeistert hat und den ich deswegen gerne weiterempfehle: Der "Taschenerzieher" von Professor Dr. Axel Burow, seines Zeichens Pädagogikprofessor in Kassel. Prof. Burow ist mir schon deshalb sympathisch, weil er eine interessante Homepage hat (http://www.uni-kassel.de/fb1/burow/), auf der u.a sein sehr persönlicher Lebenslauf zu lesen ist (z.B. wie er seiner Chemielehrerin die zerknüllte Klassenarbeit vor die Füße schmiß mit den Worten "Ich muß jetzt Gitarre lernen. Das ist wichtiger!" Was sich übrigens als eine korrekte Prophezeiung erwies, denn 18 Jahre später bekam Herr Burow einen Job als Lehrer allein wegen seiner Gitarrenkünste!).

Aber zurück zum Erziehungsratgeber. Der Text des "Taschenerziehers" ist flott und witzig geschrieben (ja auch wir Deutschen können das!), fundiert (weil von einem universitären Pädagogen!) und praxisnah.

Wer danach noch Probleme mit seinen Kindern hat - der macht halt doch irgendwas verkehrt ;o)

Hier ist der Link:

http://www.uni-kassel.de/fb1/burow/aktuelle_news/pdf%20Dateien/Taschenerzieher.pdf

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4 *** Mit Gaddhafi verhandeln

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Terry Waite ist ein international bekannter Geisel-Verhandler, d.h. er nimmt Kontakt auf mit Geiselnehmern und verhandelt über die Konditionen der Freilassung. Da er selbst fünf Jahre als Geisel im Mittleren Osten festgehalten wurde, weiß er, wovon er spricht.

Die Buchbesprechung "A Study in Authenticity" von Terry Waite ist interessant, weil sie die "Essentials" erfolgreicher Verhandlung und Konfliktlösung verdeutlicht. Wer erfolgreich verhandeln will, muß sich zuerst und ausschließlich um die menschliche Seite bemühen! Das sind:

Wertschätzung - Terry Waite überreichte Gaddhafi zum ersten Verhandlungsgespräch (es ging um eine Geiselnahme) ein Geschenk, ein Buch zum Islam!

Anerkennung - Terry Waite verbrachte viele Stunden mit Zuhören und wollte echtes Verständnis für die Situation von Gaddhafi entwickeln.

Respekt - Terry Waite wußte, dass er verhindern mußte, dass Gaddhafi während der Verhandlung oder durch die Freilassung der Geiseln sein "Gesicht verliert".

Wer die lesenswerte Buchbesprechung von Robert Benjamin lesen möchte, findet sie hier:

http://www.mediate.com/articles/benjamin7.cfm

Übrigens hat Gaddhafi den Vermittler Waite ein zweites Mal aus eigenem Anlaß um Unterstützung in einem Gespräch mit europäischen und amerikanischen Regierungsvertretern gebeten. Dies lehnte Waite jedoch ab, weil er von der Aufrichtigkeit der europäischen und amerikanischen Politiker (nicht von Gaddhafis!) nicht überzeugt war!

 

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5 *** Intuition - Bessere Entscheidungen treffen (Neues Seminar)

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Die Intuition in der Mediation gehört meines Erachtens zu den wichtigen "Metaskills", d.h. Grundfähigkeiten. Sie hält die Dinge im Fluß, bringt Kreativität und wichige Wendungen ins Spiel - kurz sie ist das "Salz in der Suppe". Nach Meinung der Intuitionsforscherin Dr. Mona-Lisa Schulz ist Intuition die Gabe, die den "Experten" vom "Anfänger" unterscheidet.

Viele haben es verlernt, die eigene "innere Stimme" wahrzunehmen und Ahnungen und wagen Vermutungen zu folgen. Daher hier zwei Anregungen:

Der bekannte US-Mediator Benjamin hat einen interessanten Artikel mit Titel "Gut Instinct: A Mediator Prepares" verfaßt. Zu finden unter

http://www.mediate.com/articles/benjamin6.cfm

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Ich biete im Herbst 2002 ein Seminar zum Thema "Intuition - Bessere Entscheidungen treffen" an.

Das Seminar eignet sich für Menschen, die privat oder beruflich vor (schwierigen) Entscheidungen stehen - sowie insbesondere für Personen, die intuitives Arbeiten in ihrer praktischen Tätigkeit verstärkt nutzen möchten, wie z.B. Beraterinnen, Mediatoren, Coachs, Therapeuten, Trainerinnen u.ä.

Inhalte des Seminars werden u.a. sein:

- Intuition, was ist das?

- Visualisierungs-, Wahrnehmungs- und Assoziationsübungen

- Die Intuition behindernde Glaubenssätze erkennen und verändern

- Voraussetzungen für intuitive Wahrnehmung

- Innere Prozesse wahrnehmen und interpretieren

- Persönliche Wege der Intuition finden

- "Readings" (Intuitives "Raten")

- Intuition in der Praxis

Termin: 8.-10.11.2002

Preis: 160 € zzgl. € 77 Ü/VP

Ort: Lebensgarten Steyerberg e.V.

Anmeldung nur (!) über das Seminarprogramm des Lebensgartens. Das Programm erscheint September 02 (auch auf der Homepage des Lebensgartens http://www.lebensgarten.de)

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6 *** We can work it out - The Beatles and Mediation

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In der Mediation wird viel geredet und manchmal auch zuviel. Verfahrene Konfliktlösungsprozesse bedürfen hin und wieder ungewöhnlicher Strategien - wer hätte gedacht, dass dabei die verstaubte Plattensammlung eine wichtige Rolle spielt?

Luis Miguel Diaz beschreibt in seinem Artikel, wie er Lieder der Beatles effektvoll zur Konfliktlösung einsetzt. Ein ungewöhnlicher und lesenswerter Aufsatz!

Und wer anderer Meinung ist ... try to see it my way ;o)

http://mediate.com/articles/diaz4.cfm

 


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7 *** Word-Dokumente in PDF umwandeln - kostenlos!

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Wer´s nicht kennt: PDF heißt "Portable Dokument Format" also (über-)tragbares Dokumentenformat. Der Vorteil? PDF-Dokumente werden auf allen Rechnern (Mac, Windows) gleich angezeigt und sie können von den meisten Anwendern nur gelesen, aber nicht verändert werden (dazu braucht es das - sehr teure - Originalprogramm von der Firma Acrobat). PDF ist also das Mittel der Wahl, wenn Ihr Artikel, Seminarbroschüren, Anmeldungen etc. auf Eurer Homepage zum Runterladen anbietet. PDF-Dokumente können mit dem kostenlos bei der Firma Acrobat erhältlichen "Acrobat-Reader" gelesen/gedruckt werden und es hat sich mittlerweile als Standard im Internet durchgesetzt.

Wer nur hin und wieder Word (ab Version 97)-Dokumente in PDF umwandeln möchte kann dazu das kostenlose Tool "WordtoPDF" (+ das erforderliche "Ghostscrip") nutzen, beides erhältlich unter http://www.smile-to-me.de/tools.htm

Ich habe es getestet und sage nur: Genial!

(Nur mit speziellen TrueTypes (Schriften) gibt`s manchmal Probleme, Arial und Western funktionieren jedoch einwandfrei.)


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8 *** Der Newsletter geht in Babypause!

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Unser zweites Kind ist gerade am auf die Welt kommen und ich werde daher meine Tätigkeit in den nächsten Wochen soweit wie möglich auf "Heim und Kind(er)" beschränken. Der neue Newsletter wird voraussichtlich Oktober 2002 erscheinen - bis dahin wünsche ich allen eine schöne (Sommer-)Zeit, Gesundheit und Erfolg - bis bald!

Markus Sikor