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***** Newsletter Nr. 21 des Institut Sikor *****
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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor - mediation training.
Die Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright des
Autors Markus Sikor. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehe
ich gerne, andere Nutzungen bitte ich mit mir abzusprechen.
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http://www.institut-sikor.de/letter.htm.
Dieser Newsletter geht an 755 Leserinnen und Leser.
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Inhalt des Newsletter Nr. 21
1 *** Was ist neu am neuen Newsletter?
2 *** Konstruktive Konfliktbearbeitung - Münsteraner Tagung
3 *** Kindliche Kriminalität - Interview mit Wolfgang de Boor
4 *** Mediation bei Unternehmensfusionen wichtig, aber unterentwickelt
5 *** Konfliktbearbeitung.net
6 *** Berghoff Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung
7 *** Berufsbegleitende Ausbildung Mediation 2003
8*** Interessante Veranstaltungen
Ganz zum Schluß*** Der Unternehmensberatungswitz, den man kennen muß!
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Liebe Freunde und Kolleginnen,
Wie im letzten Newsletter verkündet, habe ich die Babypause (auch) dazu
genutzt um mir Gedanken zu machen, wie ich den Newsletter inhaltlich
unseren veränderten Arbeitsschwerpunkten anpasse und gleichzeitig
(hoffentlich) Eure Interessen weiterhin treffe.
Kurz zum Wichtigsten: Die Ursache der Babypause heißt Clara, ist nun ein
knuddeliges Baby mit gut 3 Monaten Erdenalter und erfreut ihre Eltern mit
dem süßesten Lächeln das man sich vorstellen kann - wenn sie nicht gerade
Hunger hat oder müde ist (Babys wissen wahrlich, wie sie ihre Bedürfnisse
befriedigt bekommen!!).
Hier findet Ihr ein paar Bilder von Clara (sie war mit der
Veröffentlichung einverstanden, sie hat gelächelt!):
http://www.institut-sikor.de/privat/clara.htm
Herzliche Grüße
Markus Sikor
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1 *** Was ist neu am neuen Newsletter?
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Das Phänomen kennen viele Mediatoren - ein Konflikt gelöst, und ein paar
Tage (wenn es gut läuft ;o) später "kracht" es schon wieder. Aufgrund
dieser Erfahrung ist uns im Laufe der Jahre ist die Konfliktprävention
zunehmend wichtiger geworden.
Vielleicht habt Ihr bereits bemerkt haben, dass es zu diesem Thema eine
neue Seite "Konflikt- und Gewaltprävention" auf unserer Homepage gibt mit
dem Schwerpunkt auf der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Dr. Marshall B.
Rosenberg.
http://www.institut-sikor.de/nvc.htm
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Rosenberg ist eine seit 30 Jahren
bewährte, fundierte und gleichzeitig einfache (aber nicht leichte)
Methode, so zu kommunizieren, dass Konflikte so früh wie möglich
entschärft und die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.
Diese Art der Kommunikation ist "gewaltfrei" weil sie an der Ursache der
Gewalt arbeitet, die in unseren Köpfen liegt! Jeder Gewaltakt - und ein
"normaler" Konflikt ist ja nur eine zivilisatorisch gemilderte Form,
beginnt mit folgendem Gedanken: Jemand macht etwas falsch!
Gewalt beginnt beim Bewerten von anderen Menschen - und genau dort setzt
die Gewaltfreie Kommunikation an, die Bewertung in menschliche
Bedürfnisse übersetzt.
Die Gewaltfreie Kommunikation wird weltweit durch über 100 TrainerInnen
gelehrt, die vom Center for Nonviolent Communication zertifiziert werden
- wir selbst befinden uns zur Zeit im Anerkennungsverfahren.
So wird der Newsletter in Zukunft zusätzlich viele Informationen zur
Gewaltfreien Kommunikation sowie auch Bereiche erforschen, die zum Thema
gehören. Im Newsletter erhalten bleiben natürlich die Inhalte Rund um die
Mediation, Tips für die Selbständigkeit, Internetnews, u.ä.
Über Feedback und Anregungen freue ich mich wie immer!
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2 *** Konstruktive Konfliktbearbeitung - Münsteraner Tagung
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Herr Heiner Wichterich hat mir folgenden Hinweis gemailt - herzlichen
Dank dafür!
Wie in den vergangenen Jahren soll auch in diesem Herbst wieder in
Münster ein eintägige Tagung zur Konstruktiven Konfliktbearbeitung und
zum Aufbau sozialer Kompetenzen in den Schulen stattfinden.
Die Stadt Münster - Schulpsychologische Beratungsstelle und das
Landesinstitut für Schule - LfS richten diese Tagung gemeinsam aus. Sie
steht diesmal unter der Schirmherrschaft des Justizministers des Landes
NRW und wird vom Oberbürgermeister der Stadt Münster eröffnet.
Termin ist der 7. November 2002, ca. 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Ort: Rathaus der Stadt Münster
http://www.learn-line.nrw.de/angebote/schulberatung/main/foyer/muenster200
2.html
Wer Lust hat auf ein persönliches Kennenlernen - ich werde auf der
Tagung einen Workshop zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation" anbieten.
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3 *** Kindliche Kriminalität - Wolfgang de Boor
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Newsletter Leser Rolf A. Schulz hat mich auf dieses Thema hingewiesen
(Herzlichen Dank, Rolf!).
Wolfgang de Boor ist Professor der Psychiatrie in Köln mit Schwerpunkt
Gerichtspsychiatrie. Seine Arbeit mit Tausenden von Menschen im Gefängnis
macht deutlich, welchen immensen Einfluß die Erfüllung (oder
Nichterfüllung) frühkindlicher Bedürfnisse auf die spätere Entwicklung
hat.
Die schlichte Gleichung lautet:
Unerfüllte Bedürfnisse als Kleinkind = Hohe Wahrscheinlichkeit der
Kriminalität.
Die wesentlichen Bedürfnisse sind alle sozialen Bedürfnisse
(Körperkontakt, Fürsorge, Nähe, Intimität etc.) und natürlich die
körperlichen Bedürfnisse sind. Wenn diese Bedürfnisse nicht mit großer
Konstanz erfüllt werden, so de Boor, ist die Entwicklung von Empathie und
Mitgefühl stark gestört und die Wahrscheinlichkeit für eine Karriere als
Kriminelle/r nimmt drastisch zu.
Wobei ich Kriminalität nicht als moralische Bewertung verstehen würde,
sondern als den Versuch seine Bedürfnisse auf sozial nicht anerkannte
Weise zu erfüllen (wer`s anders versteht, vertiefe sich mal in die
Sozialgeschichte diverser Kulturen - fast jedes heutige Verbrechen war
irgendwann mal sozial anerkannt und damit legitim).
Auf der Seite http://www.forensik.com/buecher/de_boor.html findet Ihr ein
kurzes Interview zu seinem neuen Buch "Kinderkriminalität - Chancen einer
grundlegenden Prävention", das ich sehr klar und herausfordernd finde.
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4 *** Mediation bei Unternehmensfusionen - erfolgreich, aber
unterentwickelt
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Die Twist Consulting Group befragte deutsche Unternehmen nach ihren
Fusionserfahrungen. Dabei sollten die wesentlichen Faktoren für
wirtschaftlich erfolgreiche Fusionen gefunden werden.
Statistisch ließen sich positive Auswirkungen für folgende Maßnahmen
nachweisen:
- Qualifizierungsmaßnahmen für das mittlere Management
(Change-Management-Training)
- Einsatz von Mediatoren und Moderatoren
- Coaching für das Topmanagement.
Die Autorinnen heben hervor, dass die beiden letztgenannten Maßnahmen
troz der erwiesenen Wirksamkeit immer noch zu selten praktiziert werden
(was natürlich alle Berater schreiben, die das anbieten ;o)
Und, wer hätte das gedacht: "Entscheidend zur Verbesserung der Stimmung
tragen allerdings ausgerechnet die beiden Eigenschaften bei, an denen es
unseren Führungskräften derzeit noch mangelt: Geduld /
Einfühlungsvermögen sowie interkulturelle Kompetenz" (Zitat)
Solange Einfühlungsvermögen immer noch mit "Schwäche" verwechselt wird,
wundert mich das nicht - woher sollen sie es denn haben, unsere
(männlichen) Führungskräfte?
Wer den ganzen Artikel lesen möchte, er findet sich in der Zeitschrift
"Personalwirtschaft", Ausgabe 9/2002, S.56ff.
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5 *** Konfliktbearbeitung.net
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Ich möchte allen MediatorInnen, Konfliktarbeitern und sonstigen
friedensbewegt Aktiven dieses Netzwerk ans Herz legen, dass sehr
vielversprechend begonnen hat und interessante Projekte laufen hat:
Zitat aus der Homepage:
Die "Plattform Zivile Konfliktbearbeitung" wurde im November 1998 in Bad
Honnef gegründet. Sie ist keine Mitgliedsorganisation, sondern ein
gemeinsames Projekt in Form eines offenen Netzwerkes von "teilhabenden"
Personen, Organisationen und Einrichtungen aus den Feldern
Friedensarbeit, Menschenrechtsarbeit, humanitäre Hilfe und
Entwicklungszusammenarbeit sowie derjenigen wissenschaftlichen Arbeit,
die auf alle diese Bereiche bezogen ist. Sie soll die Beteiligten in
ihrer gewaltmindernden Arbeit unterstützen, miteinander verbinden und die
Arbeit vor Ort effektiver machen. Durch die Vernetzung verspricht man
sich außerdem eine stärkere Außenwahrnehmung, die die Verankerung der
Zivilen Konfliktbearbeitung bis hin in die politische Ebene fördern
könnte.
http://www.konfliktbearbeitung.net
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6 *** Berghoff Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung
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Das Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung
initiiert, unterstützt und begleitet Projekte und Institutionen, die auf
die Transformation ethnopolitischer Konflikte zielen. Auf ihrer Homepage
gibt es viele Texte (als PDF-File zum Herunterladen) zu Konflikttheorie
und -arbeit.
http://www.berghof-center.org/deutsch.htm
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7 *** Berufsbegleitende Ausbildung Mediation 2003
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Beginn 4. - 6. April 2003 (Entscheidungswochenende)
Die berufsbegleitende Ausbildung Mediation richtet sich an Menschen, die
privat oder beruflich einen konstruktiven Umgang mit Konflikten erlernen
möchten. Die Teilnahme erfordert keine Vorkenntnisse.
Die Ausbildung wird mit einem anerkannten Zertifikat des Bundesverband
Mediation e.V. (BM) abgeschlossen.
AusbilderIn: Markus Sikor (anerk. Mediator und Ausbilder BM), Marianne
Sikor (anerk. Mediatorin BM) und bewährte Referenten zu einzelnen Themen.
Diese Ausbildung findet im 4. Jahr statt, falls Sie die Meinung einiger
TeilnehmerInnen interessiert, hier finden Sie ein paar Kommentare ...
http://www.institut-sikor.de/seminare.htm#meinung.
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Das Seminarprogramm finden Sie im Internet unter
http://www.institut-sikor.de/seminare.htm
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Noch schneller geht`s so: Die kompletten Unterlagen können Sie sich auch
gleich auf Ihren Rechner laden und ausdrucken unter
http://www.institut-sikor.de/download/bam2003.pdf
(Das Herunterladen dauert mit einem 56K-Modem/ISDM ca. eine Minute.
Das dafür notwendige Programm (Acrobat-Reader) ist mittlerweile auf den
meisten Rechnern vorhanden, sonst können Sie es kostenlos bekommen unter
http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html)
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8*** Interessante Veranstaltungen
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Wer Lust hat, sich seine Hosen beim Zuhören abzuwetzen, hier ein Vortag:
OnlineConfidence: Online-Schlichtung im E-Commerce
Mittwoch, 13. November 2002, 16.30-19.00, Handelskammer Hamburg,
Adolphsplatz 1, Hamburg (Tel. 040-36138138), Teilnahme kostenlos
Und wer lieber auch ein bißchen praktisch arbeiten möchte, hier eine
Tagung:
Fachtagung: Konfliktkultur in Betrieb und Gemeinwesen, 5.-6. Dezember
2002, Soest.
Veranstaltet vom Landesverband für Qualifizierung und Bundesverband
Mediation e.V.,
Kosten 50,- Euro plus Übernachtung ca. 15.- Euro pro Tag/Einzelzimmer
(kein Witz, ist wirklich so günstig!)
Info und Anmeldung: Tel. 02921/683-301, -299
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Das war`s wieder mal. Viel Spaß und alles Gute wünscht ...
Markus Sikor
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Ganz zum Schluß*** Der Unternehmensberatungswitz, den man kennen muß!
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Letzte Woche lud ich ein paar Freunde in ein Restaurant ein und
bemerkte, dass der Kellner einen Löffel in seiner Hemdtasche trug.
Es sah ein bisschen seltsam aus, ich dachte mir jedoch nichts dabei.
Als der Piccolo-Kellner mit Brot und Servietten zu uns an den
Tisch kam, sah ich, dass auch er einen Löffel in der Hemdtasche
stecken hatte. Ich sprach ihn darauf an.
"Nun", erklärte mir der Kellner, "die Restaurantbesitzer engagierten
die McKinsey Unternehmensberatung, bekanntermassen Experten für
Effizienzsteigerung. Nach einigen Monaten statistischer Arbeit kamen
sie zum Ergebnis, dass unsere Gäste ihre Löffel 73,84 Prozent öfter
als jeden anderen Gegenstand vom Tisch fielen liessen. Das bedeutet
also durchschnittlich 3 Löffel pro Stunde. Wenn unser Personal dafür
gerüstet ist, können wir den Extra-Weg zurück zur Küche und damit
pro Tag 1,5 Mannarbeitsstunden einsparen!"
Ich war höllisch beeindruckt und der Kellner nahm unsere weiteren
Bestellungen auf. Als ich mich wieder umsah, bemerkte ich, dass alle
Kellner auch eine dünne Schnur aus ihrem Hosenschlitz hängen hatten
und bei seinem nächsten Erscheinen fragte ich ihn auch danach.
"Das erwähnte Consulting-Unternehmen fand heraus, dass wir auch in
der Toilette Zeit sparen könnten." - "Wie das?" fragte ich erstaunt.
"Ja, sehen Sie, indem wir uns die Schnur um den... Sie wissen schon,
binden, können wir ihn, ohne die Hände zu benutzen, herausziehen und
dadurch 76,24 Prozent der Zeit, einsparen, weil wir unsere Hände
nicht waschen müssen!"
"Okay, das gibt Sinn", bemerkte ich, "aber wenn die Schnur dazu da
ist ihn herauszuziehen, wie bekommen Sie ihn dann wieder rein?" -
"Nun", flüsterte er, "ich weiss ja nicht wie die anderen das machen,
aber ich benutze immer den Löffel.
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