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***** Newsletter Nr. 25 *****
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Dies sind Gratis-Informationen des Institut Sikor (Verantwortlicher
Autor: Markus Sikor, Kürzel "ms") und der Firma Visionen und Wege
(Verantwortlicher Autor: Gerhard Rothhaupt, Kürzel "gr").
Die Inhalte unterliegen, soweit nicht anders angegeben, dem Copyright
der
Autoren. Eine Weitergabe zu nicht kommerziellen Zwecken sehen wir gerne,
andere Nutzungen bitten wir mit uns abzusprechen.
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Dieser Newsletter geht an 871 Leserinnen und Leser.
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Inhalt des Newsletter Nr. 25
1 *** Mediationsausbildung ist Persönlichkeitsbildung
2 *** Internationales Intensivtraining Gewaltfreie Kommunikation
3 *** Marktplatz Mediation
4 *** Einladung Internationale Akademie für Konfliktlösung
5 *** International Summer School on Business Mediation
6 *** Seminare 2004 in Gewaltfreier Kommunikation und Mediation (ms + gr)
7 *** Neue Websites zu Gewaltfreier Kommunikation in Österreich
8 *** Unperfekthaus in Essen
9 *** Lebensbewältigungshilfegesetz
10 *** Sabbatical des Institut Sikor
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Ein frühlingshaftes Hallo an alle Newsletter-Leser,
die so genannte Selbstverantwortung greift schwer um sich in
Deutschland.
Die Tatsache, dass dies meist bedeutet, Geld für etwas zu zahlen, was
vorher kostenlos war (oder zumindest so aussah), zeigt nur, dass Geld
eben genau das (auch) ist: Verantwortung.
Dieser Newsletter ist kostenlos, und wird es auch bleiben, was damit zu
tun hat, dass wir, Gerhard und ich, es sehr schätzen, zu Nehmen (gerne
auch Geld) und zu geben (gerne auch ohne Ent-geld) - wenn beides mit
Spaß
verbunden ist!
In diesem Sinne, viel Spaß wünschen
Markus Sikor (ms) und Gerhard Rothhaupt (gr)
PS: Ich (Markus) mache erst mal eine dreimonatige Pause vom
Geld-Verdienen mit Spaß, weil ich und meine Familie uns ein Sabbatical
gönnen (siehe dazu Punkt 10).
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1 *** Mediationsausbildung ist Persönlichkeitsbildung (ms)
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Persönlichkeitsentwicklung haben sich viele Mediationsausbilder auf die
Fahnen geschrieben, also möchte ich erst klar legen, um was es mir dabei
geht: Persönlichkeitsbildung heißt für mich, Menschen in ihre (volle)
Verantwortung für ihre eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Taten zu
bringen.
Die Verantwortung für seine Gefühle und Bedürfnisse zu übernehmen,
heißt:
Ich selbst bin derjenige der meine Gefühle / Bedürfnisse erzeugt, und
ich
- und niemand sonst - bin für die Erfüllung der Bedürfnisse
verantwortlich. (Nebenbei gesagt, ist das der Grund, warum Mediation
überhaupt funktioniert!)
Warum sollten zukünftige Mediatoren das lernen? Weil wir das in der
Mediation ja schließlich auch von unseren Klienten verlangen bzw. sie
dabei unterstützen. Als Mediatoren sind wir dabei immer auch Vorbild und
Beispiel in der Mediation.
Wie bringt man Menschen in ihre Verantwortung? Um diese Frage zu
beantworten, lasst uns die beiden Situationen betrachten, in denen
Menschen sich typischerweise nicht in ihrer Verantwortung für ihre
Gefühle und Bedürfnisse sehen:
1. Situation: Wut und Ärger. Eine Teilnehmerin ärgert sich (am besten
über mich ;o). Sich ärgern heißt, zu denken, dass irgendjemand anderes
dafür verantwortlich ist, dass es mir schlecht geht. Durch empathisches
Eingehen auf die Situation, den Ärger, die dahinter liegenden
Bedürfnisse
und damit verbunden Gefühle, lernt die Teilnehmerin, dass a) nicht das
"Außen / der Andere" ihren Ärger produziert, sondern sie selbst - durch
ihre Gedanken. Also ist der erste Schritt, die Verantwortung für diese
Gedanken zu übernehmen. Und danach die Verantwortung für die damit
verbunden unerfüllten Bedürfnisse.
2. Situation - Opferrollen:
Ein Teilnehmer wälzt die "Schuld" (sic!) für die Unzufriedenheit mit
seiner Lebenssituation, für seinen Kontostand, seine Ehe und den Chef
sowieso, auf, na…, genau - alle anderen. Alle sind gegen ihn, er hat
natürlich schon "alles versucht", selbst der Zigarettenautomat weigert
sich neuerdings, ihn mit Krebsspargeln zu versorgen ;o)
Mit diesen Personen habe ich persönlich hin und wieder so meine
Schwierigkeiten (liegt aber nicht an mir ;o)) - denn auch da hilft nur
eins: Viiiiiel Empathie - verbunden vielleicht mit ein paar
aufmunternden
Witzen zur rechten Zeit - nach dem Motto: Auf seinem Grabstein stand: Er
hat es versucht.
3. Situation: Verletzungen und alte Schmerzen
Auch wenn Menschen für ihre Schmerzen nicht mehr die Schuld bei anderen
suchen, können sie trotzdem noch darin "festhängen". In der gewaltfreien
Kommunikation versuchen wir, alte Schmerzen weiterzuentwickeln, indem
wir
die mit den Gefühlen verbunden Bedürfnisse bewusst machen und aktuell
neue Strategien suchen, diese Bedürfnisse zu erfüllen. In empathischen
Rollenspielen kann der Trainer bspw. die Rolle des Auslösers für die
Schmerzen übernehmen und damit den Prozess unterstützen. Auch hierbei
spielt die Empathie die wichtigste, weil lösende Rolle.
Wie Ihr unschwer bemerkt habt, sind diese drei Situationen die
Standardthemen in der Phase der Konfliktklärung einer Mediation. Aus
diesem Grund halte ich es für essentiell , dass Mediatoren zumindest
ansatzweise in der Ausbildung am eigenen Leib (!), d.h. durch eine
eigene
Gefühlswahrnehmung, diese Themen bearbeitet haben.
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2 *** Internationales Intensivseminar (IIT) in Gewaltfreier
Kommunikation
(gr)
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Im Februar habe ich an einem Internationalen Intensivseminar in
Gewaltfreier Kommunikation teilgenommen. 9 Tage Gewaltfreie
Kommunikation
mit Menschen aus 8 verschiedenen Ländern war die intensivste
Seminarerfahrung meines Lebens. Eine der besonderen Erfahrungen war wie
Verständigung, Empathie und Verbindung auch jenseits von Sprache wachsen
können. Ich habe erfahren, wie sehr ich an den Worten hänge und dass
diese Worte auch manchmal Mauern zu einem tieferen Verständnis meiner
selbst sein können. Hinzu kamen intensive persönliche Begegnungen mit
Marshall Rosenberg und anderen langjährigen Trainern, die mir ein
vertieftes Verständnis der Innenseite der Gewaltfreien Kommunikation
ermöglichten. Ganz nebenbei gab es während dieser 9 Tage viel
Gelegenheit
zum Lachen und mir sind Kontakte weit über die Grenzen des
deutschsprachigen Raums geblieben.
Leider war das ganze Seminar in englisch und französisch. Weil ich weiß,
dass viele Menschen mit Englisch auf Kriegsfuss stehen, habe ich mit Eva
Rambala nach Möglichkeiten gesucht, das IIT in Ungarn im Juni mit einer
deutschen Übersetzung anzubieten. Wenn es genügend Interessenten an
einer
deutschen Übersetzung gibt, werden wir eine deutsche Übersetzung
organisieren. Wer Interesse an diesem Seminar hat kann sich unter
http://www.visionenundwege.de/iit_ungarn/invitation_iit_hungary04_german.p
df eine Einladung auf deutsch herunterladen. Unter
http://www.visionenundwege.de/iit_ungarn/apllication%20_IIT_english_german
.pdf gibt es dann ein zweisprachiges Anmeldeformular. Weitere
Informationen sind bei mir erhältlich.
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3 *** Marktplatz Mediation (ms)
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Eine neue Internet-Seite stellt einen weiteren Rahmen für die Vernetzung
und den Austausch unter MediatorInnen zur Verfügung. Der "Marktplatz
Mediation" ist bis jetzt eine Sammlung von Artikeln zur Mediation und
einem kleinen Forum. Wer den Marktplatz nutzen möchte, braucht eine
kostenlose Anmeldung, die sofort online möglich ist
.
Bis jetzt finde ich den optisch ganz ansprechenden Marktplatz ein
bisschen einseitig, kühl und wenig lebendig - ich treibe mich halt
lieber
auf eher bunten Märkten rum. Aber wie jeder Marktplatz braucht er
wahrscheinlich Zeit, um bekannt zu werden und sich zu entwickeln.
http://www.marktplatz-mediation.de/index.php
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4 *** Internationale Akademie für Konfliktlösung (ms)
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Hier eine Einladung der Internationalen Akademie für Konfliktlösung in
Österreich
"COMPAIR - Methoden im Dialog"
25. Juli bis 1. August, Stadtschlaining / Österreich
Der Ansatz, verschiedene Konfliktlösungsmodelle nebeneinander zu sehen
und zu vergleichen klingt spannend - obwohl ich mir Marshall Rosenberg
schwer neben einem Analytiker wie Friedrich Glasl vorstellen kann...
"Eine spannende und wahrscheinlich wegweisende Konferenz…" meinen die
Initatoren Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer - wir werden sehen.
Wer hinfährt - ich würde mich über einen Erfahrungsbericht freuen. Gerne
auch mit Veröffentlichung etc. im Newsletter.
Download der Broschüre unter:
www.aspr.ac.at/compair.htm
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5 *** International Summer School on Business Mediation (ms)
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International Summer School on Business Mediation
Haltung - Verhalten - Fair halten
Admont (Steiermark), 19. - 23. Juli 2004
Eine Exklusivveranstaltung für max. 80 ausgebildete MediatorInnen aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz, mit dem Ziel einer intensiven
interaktiven Auseinandersetzung zum Thema "Haltung - Verhalten - Fair
halten"
Teilnahmekosten: Euro 1.650,-- zuzüglich MWSt.
Leider haben die Kollegen aus Österreich keine Homepage angegeben - aber
vielleicht soll die Veranstaltung ja extra exklusiv sein. Vielleicht
halten Sie Exklusivität aber auch für eine anstrebenswerte Haltung für
Mediatoren, wer weiß?
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6 *** Seminare 2004 in Gewaltfreier Kommunikation und Mediation (ms +
gr) ================================================================
Hier die Termine unserer offenen Seminare 2004 in Gewaltfreier
Kommunikation (teils in Kooperation mit anderen TrainerInnen).
Alle Seminare findet Ihr terminlich sortiert auch in unsere
Seminarkalender unter: http://www.institut-sikor.de/seminarkalender.htm
bzw. http://www.visionenundwege.de/subframe_termine.htm
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NEUE Ausbildung Gewaltfreie Kommunikation mit Laurence Reichler
(Trainerin
CNVC) und Markus Sikor (Trainer CNVC)
Beginn Oktober 2004 im Raum Rhein-Neckar (Heidelberg, Mannheim,
Frankfurt) Infos unter
http://www.institut-sikor.de/nvc/nvc_ausbildung_rn.htm
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Intensiv-Training Gewaltfreie Kommunikation mit Laurence Reichler und
Markus Sikor (beide Trainer/in CNVC) GFK Lernen - Integrieren - Lehren
(auch für ZertifizierungsanwärterInnen) 2.-8. August 2004 Infos unter
http://www.institut-sikor.de/nvc/nvc_intensiv.htm
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Sommertraining Gewaltfreie Kommunikation - Die etwas andere Art GFK zu
lernen! (Offene, frei arbeitende Lern- und Lehrgruppe zur GFK) 1.-5.
September 2004 Infos unter
http://www.institut-sikor.de/nvc/nvc_sommertraining.htm
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7 *** Neue Websites zu Gewaltfreier Kommunikation in Österreich (gr)
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In Österreich hat Christian Rüther jetzt zwei neue Websites zur
Gewaltfreien Kommunikation eingerichtet.
http://www.gfk-austria.net soll die Vernetzung fördern.
http://www.gfk-training.com
Letztere Adresse ist die kommerzielle Adresse von Christian Rüther, dort
finden sich im Materialteil u.a. seine Sammlung zu den
"Schlüsselunterscheidungen" der Gewaltfreien Kommunikation.
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8 *** Unperfekthaus in Essen (gr)
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Ich bin immer wieder fasziniert von ungewöhnlichen Ideen. Eine solche
Idee ist das Unperfekthaus, das demnächst in Essen entstehen soll.
Allein
der Name gefällt mir schon sehr gut. Idee ist es, dass in diesem
Unperfekthaus kreativen Menschen kostenlos ein Rahmen geboten wird.
Einzige Bedingung: Sie sind bereit, sich über die Schulter schauen zu
lassen und andere Menschen an Ihrer Arbeit teilhaben zu lassen. Noch ist
es eine Idee, aber es gibt schon eine informative und anregende Homepage
http://www.unperfekthaus.de
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9 *** Lebensbewältigungshilfegesetz (gr)
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Bayern hat einen Gesetzentwurf zu einem "Lebensbewältigungshilfegesetz"
vorgelegt. Allein der Name ist schon eine Meisterleistung deutscher
Wortungeheuerbildungskunst. In dem Gesetz sollen eine Menge Formalien
vorgeschrieben werden für alle, die zur Bewältigung des Lebens beitragen
wollen. Dazu heißt es im Gesetz:
"Lebensbewältigungshilfe im Sinne dieses Gesetzes ist eine
Dienstleistung, die gegenüber einer anderen Personen erbracht wird mit
dem Ziel der Feststellung oder Verbesserung der seelischen
Befindlichkeit
oder der geistig seelischen Fähigkeiten oder des Verhaltens.
Persönlichkeitsentwicklung ist eine Dienstleistung, deren Ziel die
Verbesserung der Persönlichkeitseigenschaften, insbesondere.des
Sozialverhaltens einer Person ist."
Die Inhalte des Gesetztes sind z. T. Selbstverständlichkeiten, sollte
das
Gesetz so durchgehen ist aber zumindest eine erhebliche Bürokratisierung
und so mancher Balanceakt vorprogrammiert. Wer mehr wissen will:
http://www.frankfurter-gespraeche.de/Hintergrund/start.html
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10 *** Sabbatical des Institut Sikor (ms)
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Wir nehmen uns diese Auszeit von drei Monaten um mal wieder Abstand zu
bekommen von unserem Alltag - auch dem Seminaralltag. Erfahrungsgemäß
verarbeiten wir in dieser Zeit viele Eindrücke, sehen Dinge noch mal
anders und entdecken auch Neues. Diese Erfahrung fließt natürlich auch
in
unsere Seminararbeit ein.
Wir planen keine "Weltreise" (außer vielleicht in "innere" Welten ;o)
sondern werden erst mal ein paar Wochen mit unseren Kindern ziel- und
planlos die Sonne Griechenlands genießen. Da wir auch über einen Umzug
zurück in den Süden Deutschlands nachdenken, werden wir die Zeit auch
dazu nutzen, um diese Vision etwas konkreter zu überdenken und zu
prüfen.
Ab Anfang Juli sind wir wieder in unserem Büro zu erreichen.
Informationen für Seminarinteressenten, zu Anmeldungen während dieser
Zeit u.ä. findet Ihr hier
http://www.institut-sikor.de/sabbatical.htm
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Soviel für diesmal. Wir wünschen Euch einen schönen Frühling.
Herzliche Grüße
Markus Sikor, Gerhard Rothhaupt