Home

Gewaltfreie Kommunikation

Mami, Mami, der hat mich gehauen
Gewaltprävention und Konflikttraining im Kindergarten

Das Projekt wurde Anfang 2004 abgeschlossen. Zum Projekt gibt es eine Broschüre und eine ausführliche Dokumentation für Menschen, die selbst ein ähnliches Projekt initiieren wollen.

Beide sind erhältlich bei: Kinderhaus e. V. (Göttingen).
 

Projektdauer: ½ Jahr
Projektbegleitung: Dr. Gerhard Rothhaupt (Visionen und Wege); Markus Sikor ( Institut Sikor).

Ausgangspunkt und Zielsetzung

Konflikte sind im Kindergarten an der Tagesordnung. Sie nehmen viel Raum ein und ziehen einen Großteil der Energie auf sich. Erwachsene reagieren im Umgang mit Konflikten zwischen Kindern häufig hilflos. Wir haben selbst nur unzureichend gelernt mit Konflikten umzugehen.

Konflikte sind jedoch unvermeidlich, wir werden unser ganzes Leben mit ihnen zu tun haben. Unternehmen investieren mittlerweile große Summen, um ihre Mitarbeiter im Umgang mit Konflikten zu schulen. Die Wurzeln für einen sinnvollen Umgang mit Konflikten werden in der Kinderzeit gelegt. Deshalb ist es besonders sinnvoll, schon im Kindergarten mit Konflikttraining zu beginnen. Mit unserem Konflikttraining wollen wir einen Beitrag zu einer neuen Konfliktkultur im Kindergarten und in der Gesellschaft leisten. Dabei geht es nicht nur um die Verminderung gewaltsamer Auseinandersetzungen im Kindergarten. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Stärkung der Konfliktfähigkeit von Kindern, Erzieherinnen und Eltern. So verstandenes Konflikttraining versetzt Kinder in die Lage, ihre Bedürfnisse zu erfüllen ohne dem Nachbarn „eins über die Mütze ziehen zu müssen“. Das Konflikttraining im Kindergarten ist damit nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention, sondern gleichzeitig ein Selbstbehauptungstraining besonderer Art.

Bewusst setzen wir bereits weit vor der Entstehung von Konflikten an. Wie die Ereignisse in Erfurt zeigen, ist der sichtbare Konflikt häufig nur die Spitze des Eisberges. Deutlich wurde durch diesen Vorfall, dass ein Ansatz der rein auf akute Konfliktlösung setzt (Mediation), zu kurz greift.

Anfang der Seite

Wie wollen wir das erreichen?

Im Mittelpunkt des Projektes steht der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg. Schon seit vielen Jahren wird der Ansatz auch in Schulen und Kindergärten eingesetzt. In Israel werden Programme zur Gewaltfreien Kommunikation in ca. 1000 Kindergärten durchgeführt. Eine Studie an der Leo Beck Schule in Haifa belegt die Wirksamkeit des Ansatzes: Durch den Einsatz von GFK-Interventionsprogrammen konnten die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den betroffenen Kindergärten um 50% reduziert werden. Nähere Informationen zum Ansatz im Materialteil.

 

Das Besondere am vorgestellten Projekt in Stichpunkten

  • Das ganze System wird einbezogen: Kinder, Erzieherinnen, Eltern
  • Das Projekt setzt mit Konfliktvermeidung und Gewaltprävention früher an als die weit verbreiteten Konfliktschlichterprogramme in Schulen
  • Wir vermitteln Strategien zur Erreichung der eigenen Bedürfnisse in Einklang mit der Umgebung - nicht nur Techniken im Umgang mit Konflikten
  • Wir verwenden einen in sich konsistenten Ansatz, der seine Wirksamkeit in vielen Gebieten der Welt unter Beweis gestellt hat: Die gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall B. Rosenberg
  • Im Mittelpunkt des Projektes steht die Integration einer bewussten Kommunikation in das alltägliche Leben. Alle Beteiligten sind Lernende.

In dieser Kombination ist das Projekt nach unserer Kenntnis einmalig in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Dokumentation des Projekts

Zum Projekt gibt es eine Broschüre und eine ausführliche Dokumentation für Menschen, die selbst ein ähnliches Projekt initiieren wollen.

Beide sind erhältlich bei: Kinderhaus e. V.

Anfang der Seite

 

 

© 2003 Institut Sikor

Letztes Update: 12.06.07
Diese Seite wird gehostet bei Manitu