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Faire Trennung

Mein/e Partner/in weigert sich, an einer Mediation teilzunehmen.

Sie möchten gerne zur Lösung Ihrer Trennungsprobleme eine Mediation in Anspruch nehmen, Ihr/e Partner/in weigert sich jedoch. Was tun?

Zuallererst möchten wir betonen, dass dies ihr/sein gutes Recht ist! Davon abgesehen, dass die Mediation freiwillig ist - und auch nur dann Erfolg versprechend ist, wenn beide Partner zumindest einen Versuch machen möchten - steht es natürlich allen Beteiligten frei, die ihnen gemäße Konfliktlösung zu suchen.

Da Sie jedoch wahrscheinlich denken, dass eine Mediation für alle Beteiligten das Beste ist, möchten Sie vielleicht wissen, welche Gründe die Weigerung haben könnte, und was Sie tun können, um Ihre/n Partner/in doch noch umzustimmen.

 

Gründe und was Sie selbst tun können

Erfahrungsgemäß steht hinter der Weigerung an einer Mediation teilzunehmen, meist einer der folgenden Gründe:

 

1. Die Person weiß nicht, was sie in der Mediation erwartet und/oder sie hat Angst dort "über den Tisch gezogen zu werden". Gegen diese Bedenken helfen "Überredungsversuche" meist wenig! Am sinnvollsten wäre es, ein unverbindliches (und eventuell kostenloses) Vorgespräch mit allen Beteiligten zu vereinbaren, in dem alle Bedenken und Vorbehalte angesprochen und geklärt werden können.

 

Was Sie tun können

Fragen Sie den Mediator Ihrer Wahl, ob dies möglich ist und schlagen Sie Ihrem/r Partner/in ein unverbindliches Vorgespräch vor.

 

2. Der Zeitpunkt für eine Mediation ist ungünstig. Manchmal brauchen Personen noch mehr oder andere Informationen, um einen Entscheidung zu treffen. Wenn geklärt ist, welche Informationen dies sind, steht einer Mediation meist nichts mehr im Wege.

Was Sie tun können

Versuchen Sie herauszuhören, welche Informationen Ihr/e Partner/in noch braucht und unterstützen Sie sie/ihn dabei, diese zu besorgen.

 

3. Die Person erwartet einen "Gewinn" vor Gericht. Dies ist ein sehr häufiger und ernstzunehmender Grund. Die Person, die nicht an der Mediation teilnehmen möchte, denkt, dass sie ihre Interessen vor Gericht besser durchsetzen kann. Das ist natürlich ihr gutes Recht.

Was Sie tun können

Wenn Ihr/e Partner/in diesen Grund anspricht, versuchen Sie herauszuhören, welche Interessen Sie vor Gericht durchsetzen möchte. Es ist wichtig, die Interessen und Bedürfnisse so klar wie möglich zu verstehen. Wenn die Bedürfnisse deutlich sind, wird meistens auch deutlich, dass der juristische Weg nicht immer der sinnvollste ist, um diese Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Eine gute Beziehung zu den Kindern kann auch durch einen Rechtsstreit nicht erzwungen werden. Häufig werden die Chancen überschätzt, die eigenen Interessen juristisch durchsetzen zu können. Vor Gericht können nie beide Parteien gewinnen, eine/r verliert immer!

 

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Letztes Update: 12.06.07
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